Tel: +49 (0) 40 – 5320 3282 contact@composers-club.de

Composers Club Präsident John Groves erneut FFACE Vice Chair und ECSA Treasurer

Liebe Mitglieder,

Composers Club Präsident John Groves wurde bei den diesjährigen Wahlen der Europäischen Verbände FFACE (Federation of Film- and Audio Composers in Europe) und ECSA (European Composer and Songwriter Association) erneut in den Vorstand gewählt.

Wir freuen uns, dass John, zusammen mit Anselm Kreuzer, auch auf Europa-Ebene für die Interessen der Komponisten politisch aktiv ist und wünschen ihm weiterhin alles Gute für diese verantwortungsvollen Aufgaben!

Mit freundlichen Grüßen

Euer Vorstand

ECSA Vorstand 2019 in Brüssel- Foto Francois de Ribaucourt

Meet The Music – Berlinale-Empfang der Filmmusikszene

Liebe Mitglieder,
auch 2019 findet im Rahmen der Berlinale wieder der Empfang der Filmmusikszene statt.

Am Sonntag, 10. Februar, 17:00 bis 19 :00 Uhr im Café Lebensart Lennéstraße 1/Ecke Ebertstraße (Potsdamer Platz)

Gemeinsam mit SoundTrack_Cologne, Braunschweig International Filmfestival, Defkom, mediamusic und Cinema Musica laden wir herzlich ein! Wir bitten um Anmeldung in der Geschäftsstelle unter contact@composers-club.de.

Mit freundlichen

Grüßen Eva Bekker

Goodbye 2018!

Liebe Mitglieder,

nun werden wieder gute Wünsche ausgetauscht, man blickt zurück auf ein weiteres, viel zu schnell vergangenes Jahr und vielleicht ist der eine oder die andere auch im Stress, um noch letzte Aufträge zu erfüllen, bevor es zu spät ist. Und für mich ist es die Zeit, in der ich Euch in aller Kürze an das Jahr 2018 im Composers Club erinnern möchte.

Die für alle Mitglieder wichtigen politischen Aktivitäten unseres Vereins werden immer umfangreicher. Unsere Vorstände investieren eine Menge Zeit in Meetings mit Politikern, bei Podiumsdiskussionen und Verhandlungen, sei es auf nationaler oder auf europäischer Ebene.

Die entscheidenden Ergebnisse dieser Arbeit erfahrt Ihr in unseren Newslettern – aber der Weg zu diesen Ergebnissen ist langwierig.

Wie Euch bekannt ist, arbeiten wir eng mit der ECSA (European Composer and Songwriter Alliance) in Brüssel zusammen, bei der unser Präsident John Groves Mitglied des Vorstands ist. Er und Anselm Kreuzer nehmen viele Termine in Brüssel und anderen europäischen Städten wahr, um die berechtigten Interessen der Urheber in Europa zu vertreten.

In Berlin arbeitet der Composers Club intensiv mit der Initiative Urheberrecht zusammen, darüber haben wir berichtet. Der Musikrat und der Medienrat tagen ebenfalls in Berlin. Wir werden dort überwiegend von Christoph Rinnert vertreten, aber auch Eike Hosenfeld und Mickie Duwe sind engagiert dabei.

Der Composers Club ist natürlich auch vertreten bei großen Veranstaltungen wie z.B. Deutsche Filmmusiktage Schsen-Anhalt und Deutscher Filmmusikpreis in Halle oder SoundTrack_Cologne. Im Februar waren wir wieder gemeinsam mit anderen Verbänden Gastgeber beim Empfang der Filmmusik-Szene bei der Berlinale, der sich wie immer wieder großer Beliebtheit erfreute.

Ein großes Thema war 2018 die Verteilung der GEMA-Einkünfte aus dem YouTube-Vertrag. Die Position des Composers Club zur YouTube-Verteilung ist Euch bekannt. So wie es aussieht, wird uns dieses Thema auch im nächsten Jahr weiter beschäftigen.

Im Rahmen unsererMitgliederversammlung im Mai hatten wir die Möglichkeit, das Monitoring-Systemder Firma Sound Mouse kennen zu lernen. Adrian Morris und zwei seiner Kollegenführten uns eine Power Point-Präsentation vor und beantworteten alle Fragen.

Um genauer abrechnen zu können, hat die GEMA nun für den Werbe-Sektor einen Vertrag mit der Firma Sound Mouse geschlossen und begleitet das Joint Venture von ARD und ZDF, die nunmehr über die Firma BMAT ihre Nutzungsmeldungen bei der GEMA einreichen werden. Anfang September waren wir Gastgeber einer GEMA-Infoveranstaltung in Hamburg, in der Funktion und erwartete Vorteile des Monitorings erläutert wurden. Der Composers Club wird die grundlegende Umstellung der Abrechnung bei der GEMA genau beobachten. Bitte vergesst nicht, dass es wichtig ist, dass ihr vor allem unverlegte Werke über das GEMA-Soundfile-Upload-Portal der GEMA zur Weiterleitung an die betreffenden Monitoring-Anbieter bereitstellt.

Da Ihr durch unsere Newsletter ständig informiert werdet (und dieser Brief nicht zu lang werden soll), gehe ich bei keinem der hier erwähnten Themen ins Detail. Alle unsere Newsletter könnt Ihr auch jederzeit auf unserer Website https://www.composers-club.de nachlesen. – Übrigens: Habt Ihr schon gesehen, dass unsere Website in diesem Jahr neu gestaltet wurde? Schaut mal vorbei!

Zu guter Letzt: Im Namen der 300 Mitglieder des Composers Club möchte ich den Vorständen danken für die (immer noch) ehrenamtliche Arbeit, die sie auch 2018 wieder für alle Urheber geleistet haben. In zahllosen Mails, Telefonaten und Skype-Konferenzen, bei wichtigen Veranstaltungen, im Gespräch mit Mitgliedern – sie waren immer da!

Und ich selbst möchte mich bei zwei sehr geduldigen und liebenswerten Menschen bedanken, ohne die ich oft meinen Kampf mit dem Computer nicht hätte gewinnen können: Sebastian Bochmann und Christoph Gross-Fengels – aus ganzem Herzen: danke!

Ich wünsche Euch allen eine stressfreie und freudvolle Zeit und rutscht schön vorsichtig in das hoffentlich erfolgreiche Jahr 2019!

Mit rot bemützten Weihnachtsgrüßen aus der Geschäftsstelle

Eure Eva Bekker

P.S.:Schon mal vormerken bitte:

Donnerstag, 23.Mai bis Samstag, 25. Mai

GEMA-Mitgliederversammlung in München

Neues zur Urheberrechtsdirektive


Liebe Mitglieder,

wir möchten euch auf dem Laufenden halten, was die Verhandlungen über die Artikel11, 13 und 14 der für uns im Grundsatz sehr guten Urheberrechtsdirektive desEuropäischen Parlaments angeht. Insbesondere unser Dachverband ECSA, in demJohn Groves als Vorstandsmitglied vertreten ist, ist in dieser Sache sehraktiv, ebenso wie der Composers Club. In diesen Tagen finden wesentliche Verhandlungenund Anhörungen in Brüssel und Strasbourg statt, und der Composers Club vertrittdie Interessen von Komponisten in Dingen, die für die wirtschaftliche Zukunftin höchstem Maße brisant sind.

Der für unsere digitale Zukunft im Blick auf Plattformnutzungen entscheidende Artikel 13, der den Value Gap zwischen den Plattformen und den benachteiligten Urhebern schließen soll, ist immer noch stark in der Diskussion. Google/Youtube opponieren heftig. Zusätzlich gab es einen gemeinsamen Brief von Sendern und AV-Produzenten, die die im Artikel 13 vorgeschlagenen Maßnahmen zum Schutz der Urheber auf musikalische Werke beschränkt wissen wollen. Das würde audiovisuelle Werke vom Schutz ausnehmen und wäre für uns inakzeptabel. Die EC ist um einen Kompromiss bemüht, und die ECSA kämpft hart in der Sache für unsere Rechte.

Heute (13. Dezember) findet eine Verhandlung in Strasbourg statt, deren Ziel es ist, eine Einigung über viele wesentliche Punkte zu erzielen. Dennoch steht zu befürchten, dass keine abschließende Einigung erzielt werden kann. Wir alle sind gefragt, Überzeugungsarbeit zu leisten, und zwar nicht nur an den Knotenpunkten in Brüssel und Strasbourg, sondern bei jeder sich bietenden Gelegenheit bei Lokal-, Kommunal- und Bundespolitikern. Für die für uns jenseits von Artikel 13 hoch relevanten Themen Angemessene Vergütung und Rückrufrecht haben wir daher (unten) die Bitte an Euch, diese Themen – wo auch immer ihr könnt – auf die Agenda zu setzen. Schließlich nehmen „unsere“ Politiker einen entscheidenden Einfluss auf die in Brüssel und Strasbourg wahrgenommene Interessenlage in Deutschland.

Zunächst aber auch zu den positiven Errungenschaften bis heute: Ein hohes Maß an Einigkeit herrscht hinsichtlich des in Artikel 14 geregelten Auskunftsanspruchs. Alle EU-Mitgliedsstaaten sollen dafür sorgen, dass Autoren regelmäßig (mindestens jährlich) aussagekräftige Informationen zur Nutzung ihrer Werke hinsichtlich der gesamten Welt von den Verwertern erhalten können. Auch wurde einer Ergänzung zugestimmt, wonach Stillschweigevereinbarungen zwischen Autoren und Verwertern insoweit für Autoren ungültig sind, wie Autoren die relevanten Informationen zur Ausübung ihrer ansonsten von der Direktive vorgeschriebenen Rechte benötigen.

Hinsichtlich Artikel 15 (Nachvergütung / Vertragsanpassung) herrscht weitgehend Einigkeit, dass Autoren prinzipiell eine nachträgliche Vergütung bekommen können sollen, wenn ihre ursprünglich vertraglich ausgehandelte Vergütung in keinem angemessenen Verhältnis zu den tatsächlichen Nutzungen steht. Dennoch wird weiter verhandelt, inwieweit dieser Mechanismus auch für Organisationen gilt, die Autoren repräsentieren und inwieweit „Angemessenheit“ wirklich in die Gesetzestexte aufzunehmen ist.

Angemessene Vergütung und Rückrufrecht:

Die Mitgliedsstaaten sind zurückhaltend, den Begriff der „Angemessenheit“ im Sinne einer proportionalen Beteiligung von Autoren am Erfolg ihrer Werke ins Gesetz aufzunehmen. Es besteht ein hohes Interesse, Pauschalvergütungen weiter möglich zu machen und Safe-Harbor-Regulierungen aufrecht zu erhalten. Beim Rückrufrecht sind die Mitgliedsstaaten grundsätzlich zunächst offen, neigen aber dazu, durchsetzen zu wollen, dass dieses Recht nicht für „zusammengesetzte Werke“ mit einer Vielzahl an Autoren gelten soll. Eine Durchsetzung dieser Position wäre unter Umständen schädlich für uns audiovisuelle Komponisten. Grundsätzlich soll das Rückrufrecht vor allem regeln, dass Autoren ihre Werke von Verlagen zurückfordern können, die nicht hinreichend für die Auswertung der Werke sorgen und/oder nicht regelmäßig über stattfindende Nutzungen Auskunft geben und entsprechend abrechnen.

Deshalb unsere Bitte: Überzeugt an allen Stellen, wo ihr könnt, von der Notwendigkeit eines umfassenden Rückrufrechts für alle Autoren, auch die Autoren zusammengesetzter Werke.  Das Rückrufrecht muss in der europäischen Direktive enthalten und verpflichtend für alle Mitgliedsstaaten bleiben, damit keine Unterbietung von Konditionen stattfindet. Über diese grundsätzliche Forderung hinaus bemüht sich die ECSA, zu argumentieren, dass Musik – auch als Teil eines Filmwerks – einzeln zu betrachten ist, da es keine gemeinsame Urheberschaft am Filmwerk gibt, sondern jeder Autor jedes Gewerks einzeln zeichnet und damit nicht vom Rückrufrecht abgeschnitten werden darf.

Mit freundlichen Grüßen

Euer Vorstand