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Reeperbahn Festival 2026

Das 21. Reeperbahn Festival (Hamburg) wird vom 16. – 19. September 2026 erneut zum Hotspot für Musikfans, Newcomer und die Musikbranche – für Austausch & Inspiration. Europas größtes Clubfestival und internationale Plattform für Popkultur verwandelt die Reeperbahn erneut in das Zentrum der internationalen Musikszene. Gemeinsam mit Künstler*innen und Besucher*innen sollen neue Talente entdeckt, besondere Momente geschaffen und der eigene musikalische Horizont erweitert werden.

Das diesjährige Motto: „Forever Legit?“. Hiermit laden euch die Veranstalter dazu ein, die Musikwirtschaft und ihren Wandel ganzheitlich zu verstehen und auch zu hinterfragen. Die Idee hinter diesem Thema sei die Neuvermessung der Legitimität und Zukunftsfähigkeit des globalen Musik-Ökosystems, das auf einen teils radikalen sozialen, demografischen und technologischen Wandel reagieren müsse. Damit stehe die gesamte Musikindustrie vor neuen Herausforderungen und ein „Weiter so“ sei nach Aussage der Organisatoren des Reeperbahn Festivals keine Option. Auf der diesjährigen Veranstaltung werden namhafte Persönlichkeiten der Musikwelt in zahlreichen Sessions, Panels und Keynotes über Ursachen und Lösungsansätze diskutieren. Der Wunsch: junge Stimmen zu hören, Räume zu öffnen und echte Teilhabe zu ermöglichen. Immer mit der Frage im Hinterkopf: „Ist alles, was wir tun, immer noch legitim?“. Denn: Legitimität sei kein stabiler Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess, der gesellschaftlich ausgehandelt, überprüft und immer wieder neu definiert werden müsse.

Konferenzen, Panels, Workshops
In mehr als 50 Sessions erwarten euch inspirierende Gespräche, Panels und Deep Dives zu aktuellen Themen. Mit rund 4.500 Fachbesucher*innen habt auch ihr die Chance ein Teil einer starken Community zu werden. Tauscht euch mit Entscheider*innen, Expert*innen und Innovator*innen aus, netzwerkt und knüpft wertvolle Kontakte!
https://www.reeperbahnfestival.com/konferenz

Ein besonderes Augenmerk der Veranstalter liegt auf MUSIC FRONTIERS – New Visions For The Music Ecosystem – eine internationale Konferenz an der Schnittstelle von Musik, Technologie und Innovation. Im Fokus stehen neue Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz, kreative Technologien und nachhaltige Perspektiven für die Musikwirtschaft. Statt bestehende Probleme zu verwalten, bringt MUSIC FRONTIERS Menschen zusammen, um aktiv an Lösungen für die Zukunft der Branche zu arbeiten. Die Konferenz möchte dabei die unterschiedlichsten Interessensfelder ansprechen: Musiker*innen & Produzent*innen, Labels, Verlage & Managements, Startups & Technologieunternehmen, Forschende & Entwickler*innen, Investor*innen & Entscheidungsträger*innen sowie Kreative aus Medien, Games, Film & digitalen Industrien.
https://musicfrontiers.com

Musik-Programm
Das Musikprogramm ist vielfältig und bietet mit den vertretenen Genres Indie, Pop, Rock, Folk, Singer-Songwriter, Electronic, Hip-Hop, Soul, Jazz und Classical Konzerte für eigentlich jeden Geschmack. Lange vor ihrem großen Durchbruch spielten z. B. Künstler*innen wie Bon Iver (USA), Ed Sheeran und Lewis Capaldi (beide Großbritannien), Sigrid und Aurora (Norwegen) sowie die deutschen Künstler Annenmaykantereit und Kraftklub auf dem Reeperbahn Festival. Jedes Jahr gibt es rund 70 Veranstaltungsorte rund um die Reeperbahn – auch Open Air. Darunter sind auch frei zugängliche Bühnen mit kostenlosem Programm im Festival Village auf dem Heiligengeistfeld.

Das musikalische Line-Up wird durch den kuratierten Bereich Arts & Word (mehr als 30 Veranstaltungen) ergänzt. Dazu zählen u. a. Ausstellungen, Lesungen, Live-Podcasts, Filmvorführungen und Performances. Immer im Mittelpunkt stehen hier künstlerische Auseinandersetzungen mit gesellschaftlich relevanten Themen: z. B. Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung, Awareness und verschiedenen Formen von Diskriminierung.

Zu den bereits bekannteren Acts des Line-ups gehören:
HVOB: das Elektroduo (Österreich) ist fester, etablierter Name in der Club- und Live-Szene
Fat Dog: das britische Punkrock-Quintett gilt derzeit als spannender und gehypter Live-Act
Pale Waves: die Indie-Pop/Rock-Band (Großbritannien) füllt europaweit Hallen
English Teacher: die britische Indie-Band ist eine feste Größe der Gitarren lastigen Musikszene
WizTheMC: der deutsch-südafrikanische Rapper, Songwriter und Musikproduzent hat sich mit seinem eingängigen Sound bereits einen prominenten Platz in der Szene erspielt

Zudem gibt es Konzerte in besonderen Locations: z. B. die Multiinstrumentalistin Anna von Hauswolff (Schweden) oder das deutsche Moses Yoofee Trio (beide Elbphilharmonie), sowie den australischen Disko-Troubadour und Kult-Entertainer mit italienischen Wurzeln Donny Benét.
https://www.reeperbahnfestival.com/konzerte

Right In the Feels
In der aktuellen Zeit ist der Digital Noise allgegenwärtig – oft dominiert die Reizüberflutung neue Impulse. Die Sehnsucht nach echten Erlebnissen, Emotionen und Verbindungen wächst. Und hier setzt Right In the Feels an: im Fokus stehen Künstler*innen, die ihre Emotionen kompromisslos in Musik umsetzen und die Menschen damit unmittelbar erreichen.

Dazu gehört z. B. die deutsche Singer-Songwriterin Philine Sonny die auf ihrem Debutalbum Virgin Lake durch starke und durch Emotionen geprägte Indie-Rock Songs überzeugt. Sie nimmt ihr Publikum mit auf ihren Weg der Selbstfindung und lässt es an ihrer Wut, Desillusionierung und der Akzeptanz der Imperfektionen des Lebens teilhaben. In der deutschen Musikszene hat sich Sängerin, Songwriterin und Produzentin Mine als wichtige weibliche Stimme mit mittlerweile sieben Alben zwischen Pop, Kammermusik, Rap und Jazz etabliert.

Eine sehr spannende neue Stimme der deutschen Poplandschaft: Carli, die bereits 2025 im Rahmen der Showcasereihe Just Signed! in Berlin vorgestellt wurde. Mit ihrer neuen Single Männersache ist sie auf dem Weg in eine absolut vielversprechende Karriere.

Spotlight on
Das neue Spotlight On-Programm orientiert sich an der wachsenden Individualisierung von musikalischen Interessen und der damit verbundenen spezialisierten Expertise. Ziel: Sichtbarkeit und Relevanz der einzelnen Schwerpunkte wie z. B. Heavy Music zu erhöhen. Das Angebot Heavy Reeperbahn richtet sich an alle Branchenvertreter*innen, deren Schwerpunkt auf härteren Musikgenres liegt. Vorteil der Spotlights: Branchenvertreter*innen mit Fokus auf bestimmte Genres oder Themen erhalten durch diese einen schnelleren Überblick und zudem erstmals die Möglichkeit, kostengünstige Tickets gezielt für diese Programme zu erwerben. Das Spotlight On-Ticket ist unabhängig vom Reeperbahn Festival-Ticket erhältlich und ermöglicht ausschließlich den Besuch der Spotlight On-Programme.

Anchor – Reeperbahn Festival International Music Award
Im Rahmen des Festivals wird zudem jedes Jahr im September der Anchor – Reeperbahn Festival International Music Award vergeben, eine internationale Auszeichnung für talentierte Newcomer. Dieser soll Musikfans und Brancheninsider als Orientierungshilfe auf dem Musikmarkt dienen. Für die Wettbewerbsteilnehmer*innen ist er eine Chance, die Karriere auf internationalem Parkett zu starten. Gewinner*innen der vergangenen Jahre sind u. a. die Künstlerin Alyona Alyona (Ukraine), die Indie-Rock-Band Yard Act (Großbritannien) und das Electronica-Duo ÄTNA(Deutschland). https://www.reeperbahnfestival.com/anchor

VIA – VUT Indie Awards
Die VIA (VUT Indie Awards) sind als Höhepunkt der VUT Indie Days Teil des Reeperbahn Festivals und finden am Abend des 17. September 2026 im Schmidts Tivoli statt und. Der vom VUT (Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen) vergebene Kritiker*innenpreis zeichnet herausragende Talente der unabhängigen Musikbranche aus, wobei Kreativität und Innovation im Vordergrund stehen. https://www.reeperbahnfestival.com/awards

Helga! Festival Award
Im Rahmen des Reeperbahn Festivals wird seit 2013 auch jährlich der Helga! Festival Award verliehen und gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen der deutschen Festivallandschaft. 2026 – Bewährtes neu gedacht: Erstmals wird der Helga! Festival Award gemeinsam mit Verbänden, Institutionen und Netzwerken der Festivalbranche gestaltet. Für die unterschiedlichen Awardkategorien (Mein größtes Vorbild, Die goldene Mitte, Klein aber OHO und Fan Favorite übernehmen Pat*innen die fachliche Begleitung und bringen so ganz unterschiedliche Perspektiven der deutschen Festivallandschaft in den Auswahlprozess ein. Informationen zum Helga! Festival Award und das Formular, um für den Fan Favorite Award abzustimmen, findet ihr hier:
https://www.reeperbahnfestival.com/helga-festival-award

Alle weiteren Informationen rund um das Reeperbahn Festival findet ihr hier:
https://www.reeperbahnfestival.com

Festivaltickets (für einen oder mehrere Tage) erhaltet ihr hier (zudem U30-Festival-Ticket für alle unter 30 Jahren: 30 % Rabatt (inklusive Zugang zu allen Konzerten, Shows, Party und zum Arts & Word-Programm):
https://tickets.infield.live/event/reeperbahn-festival-2026-kspu9y

Conference Tickets erhaltet ihr hier (rabattierte Tickets für alle unter 30 Jahren):
https://tickets.infield.live/event/reeperbahn-festival-conference-2026-pu8v8z

Allen Teilnehmenden viel Spaß, gute Gespräche, informative Workshops und Panels sowie jede Menge tolle Musik!

13. Deutscher Filmmusikpreis – jetzt bewerben!

Ab sofort könnt ihr euch mit euren Filmmusikprojekten für die Vergabe des 13. Deutschen Filmmusikpreises in den Kategorien Beste Musik im Film und Nachwuchs bewerben! Im vergangenen Jahr konnten unsere Mitglieder Reinhard Besser (gemeinsam mit Walter Mair, Kategorie Beste Musik im Film) und Peter Albrecht (Kategorie Nachwuchs) die begehrten Auszeichnungen in ihren Händen halten. Der Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen der Filmmusikbranche. Sie sollen die Wahrnehmung der Filmmusikbranche im Allgemeinen und die Aufmerksamkeit auf die am Entstehungsprozess beteiligten Filmkomponist*innen steigern. Ziel des Preises ist neben der Identifikation und Förderung von Talenten, die nationale und internationale Stärkung der deutschen Filmmusikbranche.
Der Deutsche Filmmusikpreis wird seit 2014 verliehen. Die Jury besteht aus renommierten Vertreter*innen der Filmmusikbranche, der Filmmusikverbände und der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt.

Ihr könnt euch in der Kategorie Beste Musik im Film bewerben, wenn ihr als Komponist*in an mindestens zwei Kurzfilmen (alle Längen, alle Genres) oder einem Langfilm (mind. 60 Min., alle Genres) mitgewirkt haben, die zwischen Oktober 2025 und Oktober 2026 offiziell zu Filmfestivals eingeladen, im Kino bzw. TV gezeigt oder auf Streaming-Plattformen veröffentlicht wurden. Alternativ ist auch eure Mitwirkung an mindestens einer hochwertigen Serie (3 oder mehr Folgen à mind. 20 Min.), die auf Festivals, im TV oder auf einer Streaming-Plattform gezeigt wurde, möglich.
Nicht anerkannt werden: Marktvorführungen, rein lokale Veranstaltungen und Vitrinen für Student*innenfilme.

Einreichfrist: 17. August 2026 bis 06. September 2026

Wichtigste Voraussetzungen für die Kategorien Beste Musik im Film und Nachwuchs:

  • Foto (Hochformat, kein Passfoto, Auflösung mind. 300dpi) mit Creditangabe
  • Vita (max. 1.500 Zeichen) und Filmografie
  • Einreichung von 3 relevanten Filmausschnitten für die Jury, Länge der Ausschnitte soll max. 3 Min. pro Ausschnitt betragen (Bildauflösung: 720 x 576 (bzw. DVD-Qualität), Codec H.264.

Hinweise Kategorie Beste Musik im Film:

  • Bewerbung ausschließlich über folgenden Link möglich: https://www.defkom.de/filmmusikpreis/einreichung (dort gibt es zudem weiterführende Infos zur Einreichung)
  • nur Ausschnitte aus Originalfilm(en) – keine Showreels, Trailer, Teaser oder Werbung
  • nicht-deutsche bzw. nicht-englische Dialoge bitte deutsch oder englisch untertiteln
  • originaler Sound/Soundtrack darf gegenüber dem Originalfilm nicht verändert werden
  • ihr müsst Urheberrechtsinhaber*in sein oder die Zustimmung der Rechteinhaber*innen zur Nutzung des Materials eingeholt haben

Hinweise Kategorie Nachwuchs:

  • Bewerbung per formloser Einreichung an: info@deutscherfilmmusikpreis.de
  • die 3 Filmausschnitte sollten aus unterschiedlichen Projekten stammen (unterschiedliche Formate), um die Bandbreite des bisherigen Schaffens zu repräsentieren
  • keine Vorgaben zu Kurz- oder Langfilm oder Serie; Bandbreite und musikalisch-künstlerisches Schaffen stehen im Vordergrund
  • Einreichung eines Empfehlungsschreibens einer branchennahen Person ist fakultativ
  • keine Beschränkung bzgl. des Alters, jede*r der/die sich als Nachwuchs definiert, kann sich bewerben; hier ist eine gute Selbsteinschätzung gefragt

 Einreichgebühren:

  • pro Einreichung in der Kategorie Beste Musik im Film: Bearbeitungsgebühr in Höhe von 49 € (inkl. MwSt.); jede*r Komponist*in darf mehrere Projekte einreichen
  • pro Einreichung in der Kategorie Nachwuchs: aus Gründen der Nachwuchsförderung ermäßigte Bearbeitungsgebühr in Höhe von 19 € (inkl. MwSt.)
  • Gebühren sind mit Upload der eingereichten Projekte zu entrichten; bitte nutzt hierfür folgende Kontoverbindung: watermusic entertainment: DE19 8005 3762 1894 1656 47.
  • Verwendungszweck:
    o Kategorie Beste Musik im Film: DFMP26 Beste Musik, Name Einreichende*r
    o Kategorie Nachwuchs: DFMP26 Nachwuchs, Name Einreichende*r

Nominierung:

Die Nominierten und Preisträger*innen werden persönlich benachrichtigt. Im Fall der Nominierung durch die Jury in einer Kategorie des Deutschen Filmmusikpreises gewährleisten die Komponist*innen die Erfüllung der nachfolgenden Punkte:

  • Einsendung (per Server-Download) von aussagekräftigen Film-Sequenzen als Zusammen-schnitt /Trailer, von maximal 1’30 Minuten
  • Das Videomaterial muss folgende technische Anforderungen erfüllen:
    – Auflösung: mind. 1080p (1920 x 1080px)
    – Datenrate: mind. 10Mbit/sec
    – Codec: H264, MP4 oder ProRes422
    – Dateiformate: .mov, .mp4
    – AUDIO: bitte STEREO, kein Mono!
  • eindeutige Klärung der notwendigen Ausstrahlungs- und Aufführungsrechte im Rahmen des Deutschen Filmmusikpreises der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt
  • unentgeltliche und zeitlich unbegrenzte Einräumung der Rechte an dem eingereichten Material an die Veranstalter (IAMA) für Promotion- und Werbezwecke

WICHTIG: Alle weiteren Teilnahmevoraussetzungen und -vorgaben, z. B. zu öffentlicher Kommunikation seitens der IAMA (International ACADEMY of Media and Arts Halle), Mitgliedschaft in einer Verwertungsgesellschaft, Anwesenheit bei Preisvergabe etc. findet ihr in den Richtlinien: https://deutscherfilmmusikpreis.de/wp-content/uploads/2026/08/DFMP2026_Richtlinien_20260817.pdf

Die Preisträger*innen werden bei der Preisverleihung am 07. November 2026 im Rahmen der 19. Filmmusiktage Sachsen-Anhalt (31. Oktober – 08. November 2026) in Halle (Saale) bekanntgegeben. Bei der Gala in der Staatsoper Halle übernimmt die Staatskapelle Halle, ein 80 Personen-Orchester, den musikalischen Part des Abends. Das gesamte Programm findet ihr hier: https://filmmusiktage.de

Die Daumen sind gedrückt!

CC-Kommentar zur E-Wertung

Dass es irgendwann zu einer dramatischen Schieflage im Wertungsverfahren kommen würde, war den Verantwortlichen eigentlich seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten, bekannt. Insofern muss sich die GEMA den Vorwurf gefallen lassen, nicht schon früher transparent und selbstkritisch das Problem angegangen zu haben. Stattdessen wurden jahrelang aussagekräftige Zahlen über die „kryptische“ E-Wertung zurückgehalten und unbequeme Fragesteller ins Abseits gestellt. Manch einer dürfte sich also verwundert die Augen gerieben haben, als die zuvor als Bewahrer des Status Quo bekannte GEMA vor zwei Jahren plötzlich ihr eigenes althergebrachtes U/E-System infrage stellte.

Wir habe hier ein paar statistische Daten zusammengefasst, die ihr auch auf der Website der GEMA finden könnt. Spätestens in Kenntnis dieser Zahlen dürfte jedem klar werden, dass dringender Handlungsbedarf besteht:

–     Durchschnittlich erhalten Teilnehmer am E-Wertungsverfahren das 2,5-Fache ihrer Tantiemen als Förderung, während Teilnehmer am U-Wertungsverfahren im Durchschnitt weniger als ein Zehntel davon bekommen, nämlich das 0,2-Fache (Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2024).

–      Die Schutzfrist im deutschen Urheberrecht beträgt 70 Jahre nach Tod des Urhebers. Das bedeutet, dass die GEMA immer weniger Einnahmen durch ältere, umsatzstarke E-Musikwerke generiert (wie bspw. von S. Rachmaninow, gest. 1943, R. Strauss, gest. 1949; S. Prokofiev, gest. 1953). Die Sparte E erwirtschaftet mittlerweile nur noch 3 % der gesamten Wertungsmittel, während die E-Wertung weiterhin 30 % der gesamten Wertungsmittel erhält. Die gesamten E-Wertungsmittel betragen jährlich 14,1 Mio. €. Das bedeutet: Die Sparte U subventioniert die Sparte E jährlich mit 13,7 Mio. €.

–      Hinzu kommt: immer weniger Berechtigte teilen sich den E-Wertungstopf, was unter anderem zur Folge hat, dass in den letzten 10 Jahren die durchschnittliche Wertung für E-Komponist*innen um 43 % gestiegen ist. Dabei „belohnt“ das E-Wertungsverfahren die Älteren – und benachteiligt die Jüngeren: die über 60-Jährigen bekommen 63 %, die unter 40-Jährigen nur 3 % der E-Wertungsmittel.

–      Interessant ist auch der Blick auf die Spitzenreiter der E-Musik: die Top 18 % unter den Teilnehmern am E-Wertungsverfahren erhalten 84 %, die Top 2,5 % bekommen 33 %, und die Top 1 % erhalten 17 % der E-Wertungsmittel. Die erfolgreichsten E-Komponist*innen, die jährlich Tantiemen von 100.000 € und mehr für die Nutzungen ihrer Werke erhalten, bekommen im Durchschnitt darüber hinaus eine E-Wertung in ebenfalls sechsstelliger Höhe (bis zu 160.000 €). Währenddessen gehen die meisten Newcomer in der E-Musik mehr oder weniger leer aus. Die größten Profiteure des E-Fördersystems sind also insbesondere diejenigen, die eigentlich nicht gefördert werden müssten.

Wie ihr wisst, unternehmen Aufsichtsrat und Vorstand bei der diesjährigen GEMA-Mitgliederversammlung einen zweiten Versuch, das Wertungsverfahren zu reformieren. Sehr verkürzt dargestellt, ist das Ziel des Antrags (Nr. 15), den auf die E-Wertung entfallenden 30 %-Anteil an den Wertungsmitteln auch für andere Musikgenres zu öffnen.

Es liegt auf der Hand, dass die Wünsche der GEMA-Mitglieder für eine neue GEMA-Kulturförderung individuell verschieden sind. Was den Antrag von Aufsichtsrat und Vorstand angeht, geben wir zu, dass auch wir an der einen oder anderen Stelle andere Wege besser gefunden hätten. Um aber notwendige Reformen einzuleiten, kann nicht jeder individuelle Wunsch berücksichtigt werden. Wir sollten also einen Kompromiss schließen, der zum einen den derzeitigen Zustand beendet und zum anderen die Möglichkeit eröffnet, zukünftige Entwicklungen zu berücksichtigen und gegebenenfalls Anpassungen und Veränderungen vorzunehmen. Deshalb empfehlen wir die Annahme dieses Antrags.

Darüber hinaus gibt es naturgemäß (Gegen-)Anträge zum Thema aus den Reihen der E-Musik, die wir uns schon aus Gründen der Fairness ebenso interessiert anhören sollten: wie oft waren wir selbst in der Situation, die Mitgliederversammlung von unserer (oft abweichenden) Meinung überzeugen zu wollen!

Nicht unerwähnt bleiben sollte darüber hinaus der Antrag 15f mit dem Ziel, die Zuwendungen für die E-Wertung – analog zum Anteil der E-Musik an der Finanzierung der Fördermittel – von 30 % auf 3 % abzusenken. Das hätte zur Folge, dass der Anteil der U-Wertung auf 97 % ansteigen würde. Vielleicht bewegt spätestens dieses dramatische Szenario den einen oder anderen aus dem Bereich der E-Musik, für den (Kompromiss-)Antrag von Aufsichtsrat und Vorstand zu stimmen.

Dass die jährliche, weltweit einzigartige Subventionierung der zeitgenössischen deutschen E-Musik in Millionenhöhe aktuell zu einem dementsprechenden internationalen Erfolg führt, darf man bezweifeln. Nach unserer Einschätzung liegt das (wie überall in Fällen von Subventionierung und Umverteilung) daran, dass die Systematik des E-Wertungsverfahrens offensichtliche Fehlanreize bietet. Eine Kulturförderung, die das Ausnutzen des Regelwerks attraktiv macht und gleichzeitig die Publikumsnachfrage vernachlässigt, ist nach unserer Auffassung nicht zur Förderung erfolgsversprechender Trends und Nischen geeignet.

Die U-Musik finanziert 97 % der E-Wertung. Diese erhebliche Transferleistung von U nach E haben über die Jahre eine Art „Versorgungswerk“ für (überwiegend ältere) E-Komponist*nnen entstehen lassen. Natürlich haben wir Verständnis für alle, die sich auf lebenslang wiederkehrende Einkünfte eingerichtet haben und nun womöglich Einbußen erleiden werden. Andererseits ist es aber auch nicht hinnehmbar, dass ausgerechnet die Musikschaffenden im Bereich der „Unterhaltungsmusik“, die sich ohne finanzielle Absicherung dem Publikumsvotum und den Entwicklungen von Konjunktur und KI stellen müssen, weiterhin für diese Rundum-Versorgung bezahlen sollen.

Beste Grüße,
der Vorstand des Composers Club e.V.

SoundTrack_Cologne 23 – Wettbewerbe

SEE THE SOUND, PEER RABEN MUSIC AWARD und EUROPEAN TALENT COMPETITION

Im Rahmen der SoundTrack_Cologne 23 (14. – 17. Juli 2026, Köln) finden auch in diesem Jahr die Wettbewerbe SEE THE SOUND, PEER RABEN MUSIC AWARD und EUROPEAN TALENT COMPETITION statt. Das Festival- und Kongressprogramm der STC ist Europas führende Plattform für Musik/Sound in Film, Games, TV und Multimedia (https://soundtrackcologne.de).

SEE THE SOUND 2026:
Mit SEE THE SOUND erhalten außergewöhnliche Filme über Musik die Möglichkeit, auf der großen Kinoleinwand präsentiert zu werden. Der Wettbewerb widmet sich allen Formen bewegter Bilder, die Musik/Klang visualisieren. Filmemacher*innen, Produzent*innen und Verleiher – aber auch Komponist*innen – sind eingeladen, Filme mit Schwerpunkt auf Musik und Klang einzureichen. Teilnahmeberechtigt sind Musikdokumentationen, Spielfilme mit musikalischem Schwerpunkt (z. B. Biografien über Musiker*innen/Komponist*innen und Bands, Konzertdokumentationen und Musikvideos). Der Preis für den besten Musikdokumentarfilm ist mit 2.500 Euro dotiert und geht zu 50 % an die Produktion und zu 50 % an die Regie.
Es werden nur Dokumentarfilme für den Preis berücksichtigt. Spielfilme und Kurzfilme werden im Rahmen des Festivals allerdings ebenfalls gezeigt.

Einreichkriterien/Teilnahmebedingungen (Auswahl, nicht vollständig):
– Filme (länger als 60 Min.), Kurzfilme und Musikvideos (beide max. 30 Min.), deren Produktion 2025 oder 2026 abgeschlossen wurde oder die nach dem 1. Januar 2025 Premiere hatten
– Vorführkopien sollten im DCP-Format (bevorzugt), auf BluRay, DVD oder als hochwertige digitale Datei (z. B. ProRes) vorliegen, Online-Screener als Vorabkopien werden bevorzugt, DVD-Einreichungen werden ebenfalls akzeptiert 

Einsendeschluss und Einreichgebühren:
Early Bird Deadline: 23. März 2026 (10.00 Uhr); Kurzfilme 15,00 €, Spielfilme 25,00 €
Spätester Abgabetermin: 14. April 2026 (10.00 Uhr); Kurzfilme 30,00 €, Langfilme 40,00 €

Alle weiteren Informationen, Bedingungen und die Möglichkeit zur Online-Einreichung findet ihr hier: https://t1p.de/cy5bg

PEER RABEN MUSIC AWARD 2026:
Der Award zeichnet die beste Originalmusik in einem Kurzfilm aus. Ihr seid herzlich eingeladen, euch mit euren Kompositionen zu bewerben! Der Award ist mit einem Preisgeld von 1.500 € dotiert. Prämiert wird eine Filmmusik mit innovativem und dramaturgisch kohärentem Einsatz von Musik und Ton im Verhältnis zur Erzählung. Wichtig: die Musik wurde hauptsächlich für den Film geschrieben.

Einsendeschluss und Einreichgebühren:
Early Bird Deadline: 26. März 2026 (10.00 Uhr); Gebühr 12,00 €
spätester Abgabetermin: 15. April 2026 (10.00 Uhr); Gebühr: 17,00 €

Einreichkriterien/Teilnahmebedingungen (Auswahl, nicht vollständig):
– Filme von max. 15 Min. (inkl. Abspann) in allen branchenüblichen Formaten
– Produktion wurde nach dem 01. Januar 2025 abgeschlossen bzw. Premiere fand nach dem 01. Januar 2025 statt
– keine Einschränkungen in Bezug auf Produktionsland, Form, Thema/Inhalt oder Genre
– Film muss überwiegend mit Originalmusik unterlegt sein, die speziell für diesen komponiert wurde und einen wesentlichen Bestandteil der Erzählung des Films bildet
– die Filmmusik muss eine ausgeprägte narrative und dramaturgische Funktion in Bezug auf die Bilder haben
– gerne digitale Übermittlung der Vorabkopie über einen Online-Link (vorzugsweise mit Download-Möglichkeit)
– Zugang zur Vorschauversion (ohne zusätzliche Registrierung) => bei Vimeo-Link sicherstellen, dass das Video bewertet ist (weitere Details in den Regularien im unten stehenden Link)
– ist die Originalsprache des Films weder Deutsch noch Englisch, sind Untertitel in einer der Sprachen erforderlich, alternativ kann ein Drehbuch (deutsch oder englisch) beigefügt werden => bei Auswahl des Films durch die Jury muss die Vorführkopie mit englischen oder deutschen Untertiteln versehen sein
– die Nominierten sollten bei der Filmvorführung anwesend sein und werden dem Publikum und der Jury bei der Wettbewerbsvorführung vorgestellt. 

Die Preisverleihung findet am Freitag, 17. Juli 2026, in Köln statt.

Alle weiteren Informationen, Bedingungen und die Möglichkeit zur Online-Einreichung findet ihr hier: https://t1p.de/hnlm9

EUROPEAN TALENT COMPETITION:
(Angehende) Sounddesigner*innen und Komponist*innen sind eingeladen, Musik für einen Kurzfilm zu komponieren oder das Sounddesign dazu zu gestalten und sich damit in den Kategorien WDR Filmscore Award und Sounddesign zu bewerben! Ziel ist es, die Bilder und die Erzählung des Kurzfilms FAKE NEWS von David Seul musikalisch zu interpretieren.

Info zum Film: Eine Pflanze lebt ein friedliches Leben auf einem Balkon über den Straßen. Bis ihr Besitzer eines Tages anfängt, falschen Ratschlägen zur Pflege von Pflanzen zu folgen. Die schwere Misshandlung zwingt die Pflanze zum Handeln. In der Annahme, dass ein Computer die Quelle allen Übels ist, versucht die Pflanze, den Überbringer der Botschaft zu töten.

Die Teilnehmenden können die Filmmusik komponieren oder das Sounddesign für den Film gestalten und auch im Team mit einem/einer anderen Komponisten/Komponistin oder Sound-designer*in zusammenarbeiten. Auch reine Soundprojekte können eingereicht werden!

Einreichkriterien/Teilnahmebedingungen (Auswahl, nicht vollständig):
– aktive/r Student*in im Bereich Komposition und/oder Sounddesign/Ton an europäischer Film- und/oder Musikhochschule (ohne Altersbeschränkung)
– oder: europäischer Kreativer im Bereich Komposition/Musik und/oder Sounddesign, der/die jünger als 31 Jahre ist (d. h. zum Zeitpunkt der Einreichung 30 Jahre oder jünger)
– der Wettbewerb fördert den Einsatz menschlicher Kreativität, die Verwendung generativer KI-Tools in den Kompositionen ist nicht gestattet, KI-Tools für maschinelles Lernen (z. B. für Mixing, EQing, Mastering, Effekte und Synth/Sample/Sound-Creation-Tools sind zulässig
– Nichtangabe der Verwendung nicht zulässiger KI-Tools in den Einreichungen führt zur Disqualifikation
– die Finalist*innen präsentieren ihre Werke dem Publikum und der Jury während der Wettbewerbsvorführung bei der SoundTrack_Cologne am 17. Juli um 10.30 Uhr im Kino Odeon
Preisverleihungsgala: Freitag, 17. Juli 2026, 19:00 Uhr im COMEDIA Theater (Roter Saal)
– der/die Gewinner*in des WDR Filmscore Award erhält die Möglichkeit, eine Originalkomposition von 7 bis 9 Minuten Länge mit dem WDR Funkhausorchester aufzunehmen
– der/die Gewinner*in des EUROPEAN TALENT AWARD SOUND DESIGN erhält einen 5.1-Kino-Mix im renommierten Tonmischstudio toruspost 

Einsendeschluss: 20. Mai 2026, 10.00 Uhr

Alle weiteren Informationen, Bedingungen und die Möglichkeit zur Online-Einreichung findet ihr hier: https://t1p.de/a3sb0

CC-Mitglieder Peter Albrecht und Reinhard Besser gewinnen Deutschen Filmmusikpreis

Am 08. November 2025 war es so weit: der 12. Deutsche Filmmusikpreis wurde im Rahmen der 18. Filmmusiktage Sachsen-Anhalt in der Oper Halle (Saale) vergeben. Doch nicht nur das! Unter den Gewinnern waren auch zwei Mitglieder des Composers Club e.V.! In der Kategorie Beste Musik im Film wurde Reinhard Besser (gemeinsam mit Walter Mair) für den Score zum Film Cranko ausgezeichnet. In der Kategorie Nachwuchsgewann Peter Albrecht. Herzlichen Glückwunsch!

Jurymitglied Peter W. Schmitt (Filmkomponist) sagte in seiner Laudatio für Reinhard Besser und Walter Mair: „Mit ihrer Musik haben sie nicht nur einen großartigen Film bereichert, sie haben auch ein Stück unserer musikalischen Kultur verteidigt: mit Klang und mit Herz und Mut.“

In der Laudatio zu Peter Albrechts Auszeichnung ehrte Filmproduzent Alexander Thies (NFP – Neue Film Produktion) vor allem dessen „sehr gutes Sounddesign, seine hohe Produktionsqualität und ein zielgerades Einfühlungsvermögen in die Charaktere und Geschichten – und das alles mit einem ganz eigenem Fingerabdruck“.

Weitere Informationen zu Peter Albrecht und Reinhard Besser findet ihr in folgenden CC-Newslettern:
Peter Albrecht: https://t1p.de/fnrdr
Reinhard Besser: https://t1p.de/uojuw

Den Preis für die Beste Musik im Kinderfilm erhielt Fabian Römer für seine Musik zu Ein Mädchen namens Willow«. Hans P. Ströer wurde mit dem Ehrenpreis für sein filmmusikalisches Schaffen ausgezeichnet.

Beim diesjährigen Galakonzert der Staatskapelle Halle (unter musikalischer Leitung von Rudolf Piehlmayer) erwartete die Teilnehmer ein musikalisches Fest. John Williams‘ Tribute to Film Composers und seine Musik zum Film Indiana Jones wurden durch Songs unterschiedlichster Genres (u. a. Rock, Pop und auch Filmmusik) ergänzt: Linda und Paul McCartneys To live and let die, Lady Gagas Shallow, Fred Neils Everybody’s Talkin’ und I still Haven’t Found What I’m Looking For von U2 – alle interpretiert von Schauspieler und Sänger Gustav Peter Wöhler.

Der Preisverleihung und dem Galakonzert waren im Rahmen der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt die ganze Woche über zahlreiche Masterclasses und Workshops vorausgegangen. Zwei davon wurden von CC-Mitgliedern angeboten: Frank Heckel (DORICO) und Fabian Kratzer (Deine Musik – Dein Business. Selbstvermarktung & Promotion für Komponist*innen).

Erstmalig seit 2011 konnte unser Vorstandsmitglied Christoph Rinnert leider nicht stellvertretend für den Composers Club hat an der Preisverleihung teilnehmen, betont aber die Wichtigkeit der Filmmusiktage und des Deutschen Filmmusikpreises: „Beide Veranstaltungen sind für die Filmmusik- und Komponist*innen-Branche von herausragender Bedeutung! Umso mehr freue ich mich, dass gleich zwei unserer Mitglieder ausgezeichnet wurden“. Die Feierlichkeiten zum Deutschen Filmmusikpreis fanden in diesem Jahr erneut im kleineren Rahmen in der Oper Halle statt – bedingt durch anhaltend kaum öffentliche Unterstützung durch z. B. das Land Sachsen-Anhalt.

CC-Mitglied Peter Albrecht für 12. Deutschen Filmmusikpreis nominiert

Es ist einfach großartig, wie viele von unseren Mitgliedern in diesem Jahr für diverse Preise nominiert sind! Unser Mitglied Peter Albrecht wurde für den Deutschen Filmmusikpreis in der Kategorie „Nachwuchs“ nominiert. Bei dieser Kategorie geht es nicht um ein bestimmtes Projekt bzw. eine spezielle Komposition, sondern vor allem um den Komponisten/die Komponistin an sich.

Der Deutsche Filmmusikpreis ist eine der begehrtesten Auszeichnungen für Komponist*innen in Deutschland und hat sich als eine der wichtigsten Ehrungen in der Filmmusikbranche etabliert. Der Preis soll die Wahrnehmung von Musik und Sound im Film betonen und das künstlerische Schaffen von Filmkomponist*innen würdigen. In diversen Kategorien werden besondere Leistungen des deutschen und internatio-nalen Filmmusikschaffens gewürdigt. Der Preis wird bereits zum zwölften Mal im Rahmen der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) vergeben (01. – 08. November 2025). Die Preisverleihung findet am 08. November 2025 statt.
Deutscher Filmmusikreis: https://deutscherfilmmusikpreis.de
Filmmusiktage Sachsen-Anhalt: https://filmmusiktage.de

Über Peter Albrecht
Peter Albrecht wurde 1996 in Frankfurt am Main geboren. Er begann im Alter von acht Jahren zunächst mit dem Klavierspiel und legte so den Grundstein zu seiner Musik-Leidenschaft. Doch sein musikalischer Weg verlief nicht gradlinig: schon bald wechselte er vom Klavier zu Schlagzeug, Gitarre und Synthesizern und spielte in diversen Bands. Dabei entdeckte er, dass das Schreiben eigener Musik ihm die große kreative Freiheit ermöglichte, nach der er gesucht hatte. Diese führte ihn zur elektronischen Musik und schließlich zu einem tiefen Interesse an Harmonie und Struktur.

Peter Albrecht studierte Musikwissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt, wo er sich mit einer Vielzahl von Musikepochen und -genres beschäftigte – eine Grundlage, die seine Arbeit als Komponist heute prägt. An der Filmakademie Baden-Württemberg setzte er diese Grundlage in praktische Erfahrung um: er komponierte für über 40 Filmprojekte verschiedener Genres und Formate. Zu seinen persönlichen Höhepunkten gehörten die Leitung von Orchestern wie dem Žilina Symphony Orchestra und die Aufnahme von Original-Filmmusik mit dem Babelsberg Film Orchestra – Erfahrungen, die die musikalische Identität des Multitalents ebenfalls nachhaltig geprägt haben.

Seit seinem Abschluss an der Filmakademie komponiert und produziert Peter Albrecht mit Leidenschaft Musik für Film, Fernsehen und visuelle Medien. Das Besondere an seiner Arbeit ist, dass sie sich nicht auf nur ein Genre oder eine Vorlage beschränkt. Seine musikalische Erfahrung umfasst Spielfilme, Dokumentationen, Serien, Podcasts und auch Werbespots für internationale Marken.

„Beim Komponieren begeistert mich am meisten die einzigartige Rolle, die Musik beim Geschichtenerzählen spielt – ihre Fähigkeit, das zu offenbaren, was Bilder nicht sagen können. Sie kann den Ton einer Szene verändern, Emotionen verstärken oder das Publikum an einen völlig unerwarteten Ort entführen. Selbst wenn sie kaum wahrgenommen wird, ist Musik präsent. Manchmal wird sie zu einer eigenständigen Figur – voller Spannung, Atmosphäre und Subtext“, erklärt Peter Albrecht.

Zudem sei auch die enge Zusammenarbeit mit Regisseuren für ihn unerlässlich. Denn der Dialog könne abstrakte Ideen in Klang verwandeln und eine musikalische Identität formen, die sich emotional wahrhaftig und narrativ fundiert anfühle. Diese Gespräche, das Vertrauen und die gemeinsame Vision sind aus Peter Albrechts Sicht der Ausgangspunkt für die bedeutungsvollsten Kompositionen.

„Ich bin stolz darauf, dass mehrere der Filme, für die ich die Musik komponiert habe, internationale Anerkennung gefunden haben. Meine Arbeit wurde mit Preisen (z. B. Clio Music Award) und Auszeichnungen bei großen Festivals (First Steps Award, Young Director Award) und dem Deutschen Wirtschaftsfilmpreis gewürdigt“, so Peter Albrecht. Und nun ist er sogar ür den Deutschen Filmmusikpreis 2025 nominiert!
Homepage: https://www.albrechtmusic.com
Instagram: @peteralbrechtmusic

Wir drücken Peter Albrecht die Daumen für den Deutschen Filmmusikpreis!