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Composers Club und GEMA: Mitgliederversammlungen 2022

Liebe Mitglieder,

die GEMA-MV 2022 (16. – 19. Mai 2022) fand nach virtuellen Versammlungen 2020 und 2021 erstmals hybrid statt. Es war sowohl die virtuelle als auch die Teilnahme vor Ort möglich. Rund 450 Mitglieder nutzen die Möglichkeit und kamen nach Berlin, um in Präsenz teilzunehmen. Die Mitgliederversammlung des Composers Club fand wie gewohnt im Rahmen der GEMA-Versammlung statt – als reine Präsenzveranstaltung in Berlin. Nachfolgend erhaltet ihr die wichtigsten Informationen zu den beiden Mitglieder- und den Kurienversammlungen.

Kurienversammlungen und GEMA-Mitgliederversammlung:
Vor dem Bericht zur Rede von Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, und dem Rückblick auf das GEMA-Jahr 2021, zunächst die wichtigsten Informationen zu den mit Spannung erwarteten Abstimmungsergebnissen der drei Kurien zu den Tagesordnungspunkten (TOP). Besonderes Interesse für unsere Berufsgruppe lag hier bei TOP 12, TOP 17 und – aus unserer Sicht besonders wichtig – TOP 19.

TOP 12: En-Bloc-Wahl. Nach der beantragten Neuregelung sollte zukünftig grundsätzlich eine En-Bloc-Wahlerfolgen, wenn die Zahl der Kandidierenden die Zahl der zu besetzenden Plätze nicht übersteigt. In den Reihen des CC wurde dieser Antrag kritisch gesehen, weil bei einer En-Bloc-Wahl nicht ersichtlich wird, wieviel Stimmen auf jeden einzelnen Kandidaten entfallen wären. Während die anderen Kurien dem Antrag mit deutlicher Mehrheit zustimmten, lehnte die Komponistenkurie diesen mit nur 51,50 % Zustimmung ab. Der Antrag ist damit gescheitert. Aus unserer Sicht die richtige Entscheidung im Sinne der Transparenz.

TOP 14: Kollektives Prüfverfahren über systematische Nichterbringung verlegerischer Leistungen (Zwangsinverlagnahme). Dem Antrag wurde in der Komponistenkurie annähernd einstimmig (auch auf Anraten des CC Vorstands) zugestimmt. Erfreulich war die positive Resonanz bei der Verlegerkurie, so dass TOP 14 von allen drei Kurien positiv beschieden wurde. Das bedeutet eine deutliche Stärkung der Rolle der Verbände, denn durch eine Verbandszugehörigkeit ist es möglich, dass der Verband auf Missstände hinweist. Die Annahme ist ein erster Schritt, die Praxis wird alles Weitere zeigen.

TOP 19: Fälligkeit bei Reklamationen. Der Antrag wurde vom Vorstand des Composers Club als äußerst kritisch eingestuft. Und so gab es in der Kurienversammlung reichlich Gesprächs- und Diskussionsbedarf. Der Antrag konnte schließlich knapp mit 36,63 % Nein-Stimmen abgelehnt werden, möglicherweise auch deshalb, weil viele die Bedenken des CC geteilt haben. Die anderen Kurien stimmten zwar zu, doch das reichte nicht, um TOP 19 positiv zu bescheiden. Der Antrag soll im kommenden Jahr in geänderter Form erneut gestellt werden.

In seiner Rede wies Dr. Heker darauf hin, dass das Geschäftsergebnis immer noch von der Pandemie und den damit für die Urheber*innen verbundenen finanziellen Einbußen geprägt sei. Es gab aber auch Positives zu berichten. Im Bereich „Sendungen“ (Rundfunk und Fern-sehen) lag der Ertrag 2021 bei 338,3 Mio. Euro, ein Plus von 53 Mio. Euro gegenüber 2020 und damit so hoch wie noch nie im Sende-Bereich. Die Erträge der öffentlich-rechtlichen Sender lagen auf Vorjahres-Niveau, die Erlöse der privaten Fernseh- und Hörfunksender erholten sich mit einem Plus von 21,7 Mio. Euro. Maßgeblich beigetragen zu dem guten Ergebnis hat auch ein Einmaleffekt: ein großer Vertragsabschluss im Bereich der Kabelweitersendung, der Altzeiträume mit umfasst.

Weiter berichtete Dr. Heker über aktuelle Tarifverhandlungen mit den Sendern: Ziel sei es, die vollständige Verwendung des GEMA-Repertoires online wie linear sicherzustellen und die Vergütung zu erhöhen. Mit den Verhandlungspartnern der privaten Sender seien bereits neue längerfristige Verträge unterschrieben bzw. grundlegende Einigungen erzielt worden. Gerade für die Online-Angebote der Sender konnten die Konditionen deutlich gesteigert werden. Auch wurde laut Dr. Heker verabredet, wie die Sender die Nutzung des GEMA Repertoires vollständiger erfassen können. Stichwort Monitoring.

Der Bereich „Online“ brachte laut Dr. Heker auch 2021 das stärkste Ertragswachstum: knapp über 238 Mio. Euro (ein Plus von 58,7 Mio. Euro gegenüber 2020). Mit dafür verantwortlich: die europäische Urheberrechtsreform. Vor allem in den Verhandlungen mit z. B. YouTube habe sich die neue Gesetzgebung wirklich ausgezahlt. Die verbesserte Rechtslage in Deutschland erhöhte für YouTube die Risiken einer streitigen Auseinandersetzung mit dem Ergebnis eines deutlich besseren Vertragsabschlusses. Die Vergütung steigt ab 2022 um fast 50 %.

In diesem Zusammenhang kam Dr. Heker auch auf die Vertragsverhandlungen mit Spotify zu sprechen. Die GEMA will die Lizenzkonditionen von Spotify anpassen, so dass sie angemessen(er) sind. Spotify weigere sich, Konditionen zu bezahlen, die andere (kleinere) Marktteilnehmer längst akzeptiert hätten. Gemeinsam mit den englischen und schwedischen Partnern (Gemeinschaftsunternehmen ICE) streitet sich die GEMA derzeit mit Spotify vor Gericht. Als gut bewertete Dr. Heker, dass die GEMA mit Spotify eine Vereinbarung treffen konnte, die eine Zahlung (und damit auch Verteilung) für die Zeit der gerichtlichen Auseinandersetzung sicherstellt. Nun sei der Verfahrensausgang abzuwarten. Unabhängig davon rechne die GEMA im Bereich Online für das laufende Jahr mit einer weiteren Zunahme der Erträge, getrieben durch Streaming. Weitere Themen der Rede waren u. a. die Rechtmäßigkeit der EU-Urheberrechtsreform, MusicHub, Monitoring und der Bereich Streaming.

Composers Club (CC) Mitgliederversammlung
Die Mitgliederversammlung 2022 des CC fand am 17. Mai 2022 nach zwei Jahren wieder in Präsenz statt. Insgesamt nahmen 40 Mitglieder persönlich und in Vertretung in Berlin teil. Es gab auf nationaler wie internationaler Ebene viel zu berichten. In Vertretung für den verhinderten Vorstandsvorsitzenden John Groves übernahm Vorstandsmitglied Dr. Anselm Kreuzer den Vorsitz der MV. Nach der Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit verlas Vorstandsmitglied Matthias Krüger (in Vertretung für Reinhard Besser) den Kassenbericht für das Jahr 2021 und stellte den Haushaltsplan für 2022 vor.

An der MV nahm auch CC-Justiziar Gunnar Berndorff teil. Er erläuterte kurz die wesentlichen Punkte der geplanten Satzungsänderung des CC. Da es in der Versammlung keine Fragen und/oder Anmerkungen zu den beantragten Änderungen der Satzung gab, erfolgte die Abstimmung über die Satzungsänderung offen per Handzeichen und nach Nachfrage bei den Mitgliedern en-Bloc. Die Satzungsänderung wurde einstimmig angenommen.

Nach diesem internen Teil der MV wurden auch Gäste zugelassen, der Teilnahme von insgesamt vier Gästen wurde einstimmig zugestimmt.

Es folgen Berichte der Vorstandsmitglieder zu einigen CC-Aktivitäten: Arbeitsgruppe Finger-printing, ECSA, Künstlersozialkasse, Initiative Urheberrecht (Streaming-Gruppe), GEMA-Sozialkasse und Versicherungsangebot der GEMA.

Zum Thema Fingerprinting wurden vom Vorstand die bisherigen Ergebnisse der gemeinsamen Arbeitsgruppe von CC, GEMA und DEFKOM vorgestellt. Ebenso die weitere Planung für die Zukunft bzgl. dieses heiklen Themas. Eike Hosenfeld erläuterte, dass AV-Listen zu TV-Auftragsproduktionen auch eingescannt und an produkte@gema.de gesendet werden können. Er erklärte das Procedere: Es sei wichtig, die Listen zu schicken, auch wenn die Sender das nicht möchten. Durch das Einpflegen der Daten aus den Listen sei es möglich, das Fingerprinting zu überschreiben und so eine genauere Abrechnung zu erhalten. In der nachfolgenden ausführlichen Diskussion berichteten einige Mitglieder von großen Problemen mit dem Fingerprinting und dadurch verursachten massiv fehlerhaften Abrechnungen. Für die nähere Zukunft ist von Seiten des CC ein virtueller Workshop/eine Informationsveranstaltung für die Mitglieder zum Thema Fingerprinting geplant.

Anschließend berichtete Dr. Anselm Kreuzer als neues Vorstandsmitglied der ECSA (European Composer and Songwriter Alliance) von den internationalen Aktivitäten in Zusammenarbeit mit der ECSA: Royalty Free Music (GEMA-freie Musik), Music Streaming Royalties, Buyout-Verträge etc.. Das Thema sei inzwischen auch von der GEMA und der GVL aufgenommen worden. Weiter berichtete er über erste positive Wirkungen der EU-Richtlinie zum Urheberrecht, die in vielen Ländern bereits gesetzlich verankert ist.

Vorstandsmitglied Christoph Rinnert informierte über die Aktivitäten in Berlin, vor allem über die Künstlersozialkasse (kurz: KSK). Hier sei bei Eintritt in die Rente einiges zu beachten: Die KSK zahlt im Rentenalter den Arbeitgeberanteil bei der Krankenkasse nur, wenn man weiterhin Einkünfte aus soloselbstständiger künstlerischer Tätigkeit bezieht. Ansonsten wird man an die GKV (Gesetzliche Krankenkasse) weitergeleitet und zahlt dann den gesamten Beitrag. Auch die Sozialkasse der GEMA, in der Christoph Rinnert mitarbeitet, war Thema. Hier wird es in Kürze ein gemeinsames Informationsschreiben von Composers Club und GEMA Kuratoren der Sozialkasse zum Thema „Inanspruchnahme wiederkehrender Leistungen durch die GEMA-Sozialkasse“ geben. Zudem informierte er über die Streaminggruppe der Initiative Urheberrecht. Abschließend kam Christoph Rinnert noch auf seine neue Aufgabe als Sprecher im Deutschen Medienrat zu sprechen. Der Deutsche Medienrat ist ein Zusammenschluss von Verbänden, Dachverbänden und anderen Organisationen aus den Bereichen des Films, des Rundfunks und der audiovisuellen Medien, so ist auch der CC seit langer Zeit im Deutschen Medienrat vertreten. Die Mitglieder sind bundesweit organisiert und definieren ihre Aufgabe kulturell. Sie sind Mitglied im Deutschen Kulturrat und bringen sich aktiv in den Sprecherrat und die Fachausschüsse ein.

Es folgte eine Diskussion über die Anträge zur GEMA-MV. CC-Vorstandsmitglied Christian Wilckens erläuterte TOP 14 (Kollektives Prüfverfahren über systematische Nichterbringung verlegerischer Leistungen (Zwangsinverlagnahme)) der GEMA-MV näher. In diesem Zusammenhang verwies der Vorstand auch noch einmal auf die Urheber-Verleger-Schlichtungsstelle, die als wichtige Instanz in diesem Zusammenhang angesehen wird. Hierzu wird es für die CC-Mitglieder noch eine gesonderte Information geben.

Wir freuen uns, dass wir einige von euch in diesem Jahr persönlich in Berlin begrüßen konnten. Es gab lebhafte Diskussionen mit vielen interessanten Informationen von euch, liebe Mitglieder, die uns bei unserer Arbeit unterstützen und zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Denn: eure Meinung und eure Stimme zählen und machen uns zu einer starken Gemeinschaft, die viel erreichen kann! Bleibt gesund!

Die GEMA-Mitgliederversammlung 2023 findet voraussichtlich vom 09. bis 11. Mai 2023 in München statt.

Wir hoffen, euch mit diesem Newsletter einen guten Überblick über die CC- und GEMA-Mitgliederversammlungen 2022 gegeben zu haben. Weitere Infos der GEMA findet ihr hier: https://www.gema.de/musikurheber/mitgliederversammlung/pressekit2022/

Viele Grüße
euer Vorstand

Drei Songs von Composers Club Mitgliedern in ECSA-Playlist

Liebe Mitglieder,

wir hatten euch um eure Beiträge für die ECSA-Playlist (European Composer and Songwriter Alliance) gebeten. Insgesamt haben wir 22 Titel von elf Mitgliedern erhalten. Vielen Dank dafür! Eure Songs und Kompositionen waren beeindruckend und hatten eine große Bandbreite unterschiedlichster Stile. Eine schwere Aufgabe für die Jury. Wir freuen uns, euch nun mitteilen zu können, dass die folgenden drei Songs seit dem 21. Juni 2022 in der ECSA-Playlist (Spotify und Apple Music) öffentlich zu hören sind:

Cohabitation (Eckes Malz, Komponist und Produzent)
After winter is gone (Yullwin Mak, Komponist und Produzent)
Better Days (Stephan Moritz, Produzent)

Über den Orchester Titel „After winter is gone“ sagt Yullwin Mak: „Die Stille nach der Zerstörung, gebiert mit dem Licht der Liebe, die Freiheit und mit ihr die Hoffnung auf Frieden, der das Wachstum des Lebens bedeutet.“ Die Musiker*innen des Shanghai Orchestra hätten seiner Komposition die Hoffnung auf Frieden und Freiheit mit ihren Instrumenten, ihre Seele eingehaucht und würden diese auch zum aktuellen Zeitpunkt nicht verlieren, auch wenn die dunklen Wolken eines neuen kommenden Winters bedrohlich wirken. „Die Sehnsucht nach Frieden und Freiheit verbirgt sich in dieser elegischen und zerbrechlichen Melodie, die dir ins Ohr flüstert: es wird schon…“, so Mak weiter.

„Mit meiner Komposition „Cohabitation“ möchte ich das friedliche Miteinander verschiedener Kulturen musikalisch zeigen“, erklärt Eckes Malz. Das zeige sich in der Verbindung von z. B. französischen Musette-Anteilen und afrikanischen Rhythmen. „Kulturelle Annäherung und das Verstehen und Erleben anderer Kulturen ist für mich ein wichtiger Grundbaustein, um ein friedliches Zusammenleben zu ermöglichen“, ergänzt Malz. Die Interpretin des Songs ist Lydie Auvray mit ihrer Band, in der Eckes Malz das Piano spielt.

„Der Titel „Better Days“ gibt Hoffnung und will eine positive Botschaft in dunklen Tagen senden, Mut machen und ist ein Appell für den Frieden. Den Künstler*innen kommt es dabei nicht auf ein politisches Statement an, sondern auf die Unterstützung von Menschen und den Betroffenen des Ukrainekriegs und ein kraftvolles globales Zukunftssignal“, erläutert Stephan Moritz kurz zusammengefasst den Inhalt. Der Song ist ein Projekt von WIER, einem Künstlerkollektiv, für das insgesamt 27 Künstler wie Nico Santos, Rea Garvey Max Giesinger, Stephanie Heinzmann, Alvaro Soler und Nessi zusammenkamen. Der Projektname setzt sichzusammen aus dem deutschen Wort „wir“ und der englischen Entsprechung „we“. Alle Erlöse des Titels gehen an ARTHELPS, eine gemeinnützige GmbH von Künstlern und Kreativen, die auf ganz besondere Weise Bedürftigen helfen: mit Kunst! https://www.arthelps.de/

Die ECSA hat die Playlist „Discover ECSA’s music creators“ am 21. Juni 2022, im Rahmen des Weltmusiktags veröffentlicht. Die Playlist ist eine Sammlung von Kompositionen und Liedern der ECSA-Mitgliedsorganisationen aus 13 Ländern. Ziel ist es, europäische Komponist*innen und Songwriter*innen zu fördern und ihre Bekanntheit in der breiten Öffentlichkeit zu steigern. Das diesjährige Thema lautete „Musik für den Frieden“, denn Musik kennt keine Grenzen und war schon immer ein Verbündeter des Friedens in der Welt. In der Playlist wird das Thema „Frieden“ in den Beiträgen durch verschiedene Genres ausgedrückt: Instrumental, Pop, Slam, Americana, zeitgenössische Klassik, Filmmusik usw.

Das Thema wird durch friedliche Meditationsmelodien, dynamische Symphonien, Gebete, Liebeserklärungen an das eigene Land und die Mutter Natur interpretiert. Während die Instrumentalkompositionen und Soundtracks offen für Interpretationen sind, verschiedene Emotionen beim Zuhörer wecken und persönliche Assoziationen und Erinnerungen hervorrufen, vermitteln einige Liedtexte eindeutig die Botschaft des Friedens aus der Perspektive des Schöpfers.

Wir wünschen euch viel Spaß, Entspannung und tolle Hörerlebnisse!

Mit vielen Grüßen aus der Geschäftsstelle
Patricia Bochmann

Musical von CC-Mitglied Hanjo Gäbler gewinnt bundesweiten Wettbewerb

Liebe Mitglieder,

wir haben euch im vergangenen Jahr in einem Newsletter schon einmal über das Musical „Martin Luther King“ unseres Mitglieds Hanjo Gäbler aus Kiebitzreihe (Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein) informiert. Damals ging der Musical-Song „We can do better“ um die Welt und wurde sogar zum Kampagnensong für „Brot für die Welt“ der Welthungerhilfe.

Nun hat das Bündnis für Demokratie und Toleranz (Mitglied der Bundeszentrale für politische Bildung) das Musical sogar ausgezeichnet. Die Komponisten Hanjo Gäbler und Christoph Terbuyken gewannen den bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“.

„Gerade in der derzeitigen weltpolitischen Situation setzt das Musical ein Zeichen gegen Gewalt und Rassismus“, so Hanjo Gäbler. Seit 2019 standen für das Musical rund 16.000 Sänger*innen bei 17 Aufführungen in Deutschland auf der Bühne. Dann stoppte die Pandemie zunächst den Erfolg von „Martin Luther King“. Nun soll es endlich wieder losgehen. Zunächst in Süddeutschland und der Schweiz, 2023 soll dann eine Arenen-Tour folgen, bei der auch der Norden Deutschlands in den Genuss des Musicals kommt. „Das Konzept bleibt wie zu Beginn“, erläutert Musiker und Produzent Hanjo Gäbler. „Neben professionellen Musicaldarsteller*innen und Berufsmusiker*innen gibt es in jeder Stadt, in der das Musical gastiert, eigens dafür zusammengestellte Chöre mit jeweils 500 bis 2.500 Sänger*innen. Diese lassen das Musical gemeinsam mit den Profis erst zu dem werden was es ist – ein musikalisches Highlight, eine Hommage an Martin Luther King und ein Zeichen für Demokratie, Menschenrechte und Toleranz!“

Wenn ihr Lust bekommen habt, das Musical zu besuchen oder selbst Teil des Chores bei einer Aufführung zu werden, dann findet ihr hier alle Informationen: https://www.king-musical.de/

Der Song „We can do better“ ist u. a. auf Spotify verfügbar und zeigt im Multiscreen-Video (z. B. https://www.youtube.com/watch?v=UYgR0rP3hS4) sämtliche Mitwirkende des „Hope Choir. Mehr als 700 Sänger*innen aus dem In- und Ausland haben den Song 2021 während der Pandemie per Smartphone, Tablet, im eigenen Studio etc. aufgenommen, teilweise waren sogar Choraufnahmen in Lagerräumen oder Baumärkten möglich. So entstand der „Hope Choir“. Die Hauptgesangsteile stammen von Hanjo Gäbler und der Hamburger Sängerin Jessy Martens.

Mit vielen Grüßen aus der Geschäftsstelle
Patricia Bochmann

Camille Awards 2022 – Filmmusik von CC-Mitglied Christoph Rinnert als deutscher Beitrag nominiert

Liebe Mitglieder,

Mitte März hatten wir euch auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, euch für die Camille Awards 2022 der ECSA zu bewerben. Die Bewerbung war in insgesamt drei Kategorien möglich:

  1. beste Original-Filmmusik
  2. beste Originalmusik für eine Dramaserie
  3. beste Originalmusik für einen Dokumentarfilm

In diesem Jahr haben sich leider nur zwei Mitglieder des Composers Club beworben, von Seiten der DEFKOM gab es keine Einreichung. Jan Heymel aus Berlin und Christoph Rinnert, ebenfalls aus Berlin, reichten ihre Filme ein. Bei beiden handelt es sich um Dokumentarfilme, so dass letztlich eine Jury aus CC-Mitgliedern entscheiden musste, welcher der beiden Filme für Deutschland für die Camille Awards nominiert wird. Die Entscheidung fiel der Jury nicht leicht, da die Filme, obwohl beides Dokumentarfilme, doch sehr unterschiedlich waren und dementsprechend auch die Originalmusik. Letztendlich fiel die Wahl der Jury auf den Film „Georgia O’Keeffe – une artiste au Far-West / Georgia O’Keeffe, Painter of the Faraway“ von Christoph Rinnert (Vorstandsmitglied im CC). Der Vorstand gratuliert Christoph Rinnert ganz herzlich!

Der Film erzählt die Lebensgeschichte einer Frau, die 1887 in Wisconsin geboren und zu einer Ikone der amerikanischen Kunst wurde. Bis zu ihrem Tod (1986) verkörperte Georgia O’Keeffe das Bild einer modernen und unabhängigen Frau. Dank ihrer Entschlossenheit gelang ihr der Aufstieg von der unbekannten Zeichenlehrerin zur amerikanischen Legende. Auf unzähligen Touren erkundete die Künstlerin zudem den Wilden Westen. Die karge Landschaft und die indigenen Kulturen der Region inspirierten O’Keeffe zu einer neuen Kunstrichtung. Der Film gibt auch private Einblicke und zeigt die vielen Facetten der Künstlerin.

Leider konnte nicht auch der Film von Jan Heymel „Island zwischen Massentourismus und Einsamkeit“ nominiert werden, da nur eine Einreichung pro Kategorie möglich ist. Der Dokumentarfilm befasst sich sehr intensiv mit den positiven wie negativen Folgen stetig steigender Touristenzahlen in Island. Das Land profitiert zwar stark vom Tourismus und erlebt seit Jahren einen Besucherboom, doch dafür zahlen viele Isländer*innen einen hohen Preis. Die Heimat tausender Menschen verändert sich drastisch: z. B. Zerstörung von Natur, Touristenströme in an sich idyllischen und einsamen Regionen. Der Film zeigt auch durch Interviews mit Expert*innen und Einheimischen wo die Vor- und Nachteile des Tourismus in Island liegen.

Eine Delegation von Mitgliedern des ECSA FFACE-Komitees wird alle Bewerbungen in einer nächsten Abstimmungsrunde sichten, um die Auswahl der Nominierungen auf drei pro Kategorie zu reduzieren. Eine internationale Jury wählt anschließend bis Mitte Juli 2022 den jeweils besten Beitrag pro Kategorie aus dieser Vorauswahl. Die Preisverleihung findet voraussichtlich am 27. September 2022 statt.

Wir drücken die Daumen für die deutsche Nominierung „Georgia O’Keeffe – une artiste au Far-West / Georgia O’Keeffe, Painter of the Faraway“ von Christoph Rinnert!

Herzliche Grüße
euer Vorstand

ECSA vergibt Mentoring-Kurs für Film- und Medienkomponist*innen – bewerbt euch!

Liebe Mitglieder,

wir möchten euch mit diesem Newsletter auf die Teilnahme an einem zweitägigen Mentoring-Kurs für Film- und Medienkomponist*innen aufmerksam machen, die ihr gewinnen könnt. Die ECSA (European Composer and Songwriter Alliance) arbeitet im Rahmen der Camille Awards mit OTICONS, einer Agentur für Filmkomponist*innen, zusammen. Die OTICONS Talent Agency ist weltweit tätig, vertritt fast 30 Komponist*innen und ist darauf spezialisiert, inter-nationale Koproduktionen zu ermöglichen. Mehr Informationen zu OTICONS findet ihr hier: https://www.oticons.com/.

ECSA und OTOCONS präsentieren gemeinsam das „Film Music Business – Career Mentoring for European Film Composers“. Der zweitägige Mentoring-Kurs wird von George Christopoulos (Gründer & CEO von OTICONS) für eine*n (maximal zwei) Gewinner*in(nen) durchgeführt. Neben maßgeschneiderten Karriereratschlägen gibt es auch Einblicke in die Branche, um dem/der Sieger*in zu helfen, einen realistischen, effizienten und erfolgreichen Karriereweg als Filmkomponist zu beschreiten.

Um den oder die Komponist*innen auszuwählen, hat die ECSA beschlossen, einen offenen Aufruf für alle europäischen Komponist*innen zur Bewerbung zu starten. Wenn ihr als Film- und Medienkomponist*in wissen möchtet, wie die Dinge in der Unterhaltungsindustrie funktionieren, von Networking und Pitching bis hin zu Verträgen und Musikveröffentlichung, solltet ihr an der offenen Ausschreibung teilnehmen: https://bit.ly/3tWCTeQ
Bewerbungsschluss: 30. April 2022.

Für die Bewerbung müsst ihr euren Lebenslauf (als PDF) und eine private Online-Playlist (vorzugsweise auf SoundCloud, Disco, Dropbox oder ReelCrafter) mit maximal vier eurer (besten) Kompositionen zur Verfügung stellen. Ähnlich einer Demo-Playlist, die ihr an einen europäischen Filmemacher schicken würdet, um euch und eure Musik zu präsentieren oder um an einem Pitch teilzunehmen.

Mit vielen Grüßen aus der Geschäftsstelle
Patricia Bochmann

Aktuelle Wettbewerbe – beiteiligt euch!

Liebe Mitglieder,

auch in diesem Jahr finden wieder einige Wettbewerbe statt, an denen ihr euch mit euren Kompositionen beteiligen könnt! Wir möchten euch mit diesem Newsletter über die nächsten Wettbewerbe informieren und freuen uns, wenn ihr der Geschäftsstelle eine kurze Information zukommen lasst, wenn ihr an einem der Wettbewerbe teilnehmt.

Radio Advertising Award
In diesem Jahr findet der Radio Advertising Award bereits zum achten Mal statt (Verleihung am 25. April 2022). Eingereicht werden können kreative Spots von Agenturen, Tonstudios und Werbungtreibenden. Dabei kommt es den Gastgebern der Radiozentrale insbesondere auf außergewöhnliche und inspirierende Radiospots und Audio-Ideen an, die das Jahr 2021 geprägt haben. In turbulenten Zeiten wie diesen ist es eine besondere Herausforderung, kommunikativ angemessen auf die Stimmung der Gesellschaft zu reagieren, heißt es bei der Radiozentrale.
Zugelassen sind alle Spots, die vom 6. Februar 2021 bis 25. Februar 2022 erstmalig in Deutschland, Österreich oder der Schweiz ausgestrahlt wurden. Es können sowohl Einzelspots (Gebühr: 110,- EUR) als auch Serienspots (max. drei Spots, Gebühr insgesamt: 165,- EUR) eingereicht werden. In der Kategorie „Best Innovative Idea“ betragen die Gebühren eines Einzel- oder Serienspots pauschal 110,- EUR.
Einsendeschluss ist der 25.02.2022.
Alle weiteren Informationen findet ihr hier: https://www.radio-advertising-award.de/#einreichung/1

Green Screen Festival
Das Internationale Naturfilmfestival GREEN SCREEN (07. – 11. September 2022) ist das populärste Festival für Naturdokumentationen in Europa. Jährlich sehen tausende naturbe-geisterte Filmfreunde Filme aus aller Welt bei GREEN SCREEN.
Seit 2007 findet das Festival jährlich in Eckernförde an der Ostsee statt. GREEN SCREEN bietet ein breites Spektrum an herausragenden Dokumentationen, die die Schönheit der Natur darstellen und brisante Themen zum Schutz der Natur, zum Klimawandel und zum Artensterben aufgreifen.
Der Kern des Festivals ist der internationale GREEN SCREEN Wettbewerb für die BESTEN NATURFILME des Jahres, bei dem Preise in 16 Wettbewerbskategorien vergeben werden. Hunderte von eingereichten Produktionen werden dazu jährlich von einer Nominierungs- und einer Preisjury bewertet.
Ihr könnt euch als Komponisten für die Kategorie „Beste Musik“ bewerben. Dieser Preis belohnt die beste komponierte Filmmusik (Filmlänge > 20 Min.) und deren dramaturgischen Einsatz. Bewertet werden:
– Kreativität, die entsprechende Stimmungsbilder schafft
– feinfühlige Unterstützung des Inhalts, der Botschaft des Films
Im Jahr 2020 gewann unser Mitglied Oliver Heuss den begehrten Preis für seine Komposition zum Film „Im Reich der Wolga – ein Strom wird zum Meer“. Und auch in 2021 war er mit seiner Musik zum Film „Wild horses – A tale from the Puszta“ unter den Nominierten für diese Kategorie.
Dotierung: 1.000,- Euro
Einreichgebühr: 60,- €
Einsendeschluss ist der 15. März 2022.
Alle weiteren Informationen findet ihr hier: https://www.greenscreen-festival.de/professional/

SoundTrack_Cologne – Peer Raben Music Award
Auch 2022 wird im Rahmen der SoundTrack_Cologne 19 (08. – 11. Juni 2022) wieder der PEER RABEN MUSIC AWARD für die beste Musik in einem Kurzfilm verliehen. Film-komponisten*innen und Filmemacher*innen sind herzlich eingeladen, ihre Kurzfilme mit ihren Originalkompositionen einzureichen.
Prämiert werden Filmmusiken mit innovativem und dramaturgisch schlüssigem Einsatz von Musik und Ton in Bezug auf die Erzählung.
Die Wettbewerbsvorführung und die Preisgala finden am 11. Juni 2022 statt.
Einsendeschluss ist der 4. April 2022.
Alle weiteren Informationen findet ihr hier: https://www.soundtrackcologne.de/competitions/peer-raben-music-award/

Reeperbahn-Festival – International Sound Awards (ISA)
Die International Sound Awards (ISA) richten sich an smarte, innovative und nützliche Projekte aus den Bereichen Musik, Audio und Tech. Seit 2017 ist es das Ziel des Awards, Sound-Projekten eine Plattform zu bieten – von Music Technology, Audio-Dienstleistungen, Hard- und Software, zu Audio-Marketing, Klangkunst und darüber hinaus.
Nach einer Pause im Jahr 2021 gehen die International Sound Awards dieses Jahr in eine neue Runde. Erneut werden die „Oscars of Sound“ an die weltbesten Arbeiten in Music, Audio & Tech vergeben.
Einsendeschluss ist der 15. Mai 2022.
Gebühr: 300,- € (bis zum 15. März gibt es 20 % Frühbucherrabatt)
Alle weiteren Informationen findet ihr hier: https://www.international-sound-awards.com/isa2022/

Mit vielen Grüßen aus der Geschäftsstelle
Patricia Bochmann