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CC-Mitglieder im Portrait: Clara Pazzini

Heute stellen wir euch Clara Pazzini in der Serie „CC-Mitglieder im Portrait“ vor. In unregelmäßigen Abständen und loser Reihenfolge präsentieren wir einige unserer Mitglieder. Das macht den Composers Club persönlicher und „anfassbarer“.

„Multitalent“ trifft es wohl am besten, wenn man Clara in einem Wort beschreiben möchte. Sie ist eine multilinguale (Deutsch und Französisch als Muttersprachen, zudem Englisch) und vielseitige Künstlerin. Genreübergreifend ist sie nicht nur als Komponistin, Songwriterin und Texterin tätig, sondern zudem als Sängerin, Pop-Künstlerin, Musikproduzentin, Schauspielerin und Regisseurin. Eine vielfältigere Bandbreite als Künstlerisch-Kreative geht eigentlich kaum.

In Hamburg aufgewachsen, entdeckte Clara Pazzini bereits früh ihre künstlerische Ader. Sie nahm Cellounterricht und widmete sich in ihrer Jugend zudem dem klassischen Gesang. Ihr Ziel: Opernsängerin werden. Nach ihrem Abitur folgte jedoch zunächst ein Studium der Kunstgeschichte und Musikwissenschaft (Uni Hamburg und Sorbonne Paris). 2018 entwickelte Clara ihre eigenen One-Woman-Shows und gründete mit Martin Mutschler (Piano), Leo Schmidthals (Bass und ebenfalls CC-Mitglied) im selben Jahr das Trio Infernale, das sich durch eine Mischung aus Chanson und Popmusik-Historie auszeichnet. Zudem ist Clara eine an der Otto Falckenberg Schule (München) ausgebildete Schauspielerin mit zunächst einigen Engagements an großen deutschen Theatern. Doch die Musik und der Gesang ließen Clara Pazzini nicht los und sie besann sich mehr und mehr auf Zudem hat Clara mit THE DONNA im Jahr 2021 (zunächst unter eigenem Namen und seit 2024 offiziell als THE DONNA) ein ganz besonderes Projekt geschaffen. THE DONNA ist eine nicht nur vielseitige und politische Künstlerin. Sie verbindet auch die Genres Pop, Punk, Hip-Hop, Elektronik und Streichersounds mit einer beeindruckenden Bühnenshow, die frech, revolutionär und sexy ist – kurz: THE DONNA ist THE DONNA – A pop artist to keept in mind.

Wenn Clara Pazzini nicht gerade an ihren vielfältigen eigenen Projekten arbeitet, komponiert und schauspielert, dann entwickelt sie überdies maßgeschneiderte Musik und Sounddesigns für andere. Seit 2022 produziert und schreibt sie Theater- und Tanzmusik für u. a. Schauspiel Frankfurt, Staatstheater Dresden, Schauspiel Leipzig, Theater Freiburg. Für ihr herausragendes Debütalbum BOXES (2021) wurde sie drei Jahre in Folge für den Hamburg Music Award (2021–2023) nominiert.

Das Jahr 2026 brachte eine neue Ära, denn Clara schlug ein neues Kapitel in ihrem musika-lisch-kreativen Schaffen auf: sie präsentiert in einer Verbindung aus Musiktheater, Schauspiel, Performance und Tanz drei groß angelegte Pop-Opern:

CHAOS (https://www.staatsoper-stuttgart.de/spielplan/a-z/chaos/; April 2026 – Staatsoper Stuttgart)

POPAGANDA (https://clarapazzini.com/popaganda/; 26. Juni 2026 – Uebel und Gefährlich, Hamburg)

MY SYMPHONY (Dezember 2026)

Ihr möchtet noch mehr über Clara erfahren? Dann schaut doch mal auf ihrer Homepage vorbei: https://clarapazzini.com

Foto-Credit: A. Harr

Reeperbahn Festival 2026

Das 21. Reeperbahn Festival (Hamburg) wird vom 16. – 19. September 2026 erneut zum Hotspot für Musikfans, Newcomer und die Musikbranche – für Austausch & Inspiration. Europas größtes Clubfestival und internationale Plattform für Popkultur verwandelt die Reeperbahn erneut in das Zentrum der internationalen Musikszene. Gemeinsam mit Künstler*innen und Besucher*innen sollen neue Talente entdeckt, besondere Momente geschaffen und der eigene musikalische Horizont erweitert werden.

Das diesjährige Motto: „Forever Legit?“. Hiermit laden euch die Veranstalter dazu ein, die Musikwirtschaft und ihren Wandel ganzheitlich zu verstehen und auch zu hinterfragen. Die Idee hinter diesem Thema sei die Neuvermessung der Legitimität und Zukunftsfähigkeit des globalen Musik-Ökosystems, das auf einen teils radikalen sozialen, demografischen und technologischen Wandel reagieren müsse. Damit stehe die gesamte Musikindustrie vor neuen Herausforderungen und ein „Weiter so“ sei nach Aussage der Organisatoren des Reeperbahn Festivals keine Option. Auf der diesjährigen Veranstaltung werden namhafte Persönlichkeiten der Musikwelt in zahlreichen Sessions, Panels und Keynotes über Ursachen und Lösungsansätze diskutieren. Der Wunsch: junge Stimmen zu hören, Räume zu öffnen und echte Teilhabe zu ermöglichen. Immer mit der Frage im Hinterkopf: „Ist alles, was wir tun, immer noch legitim?“. Denn: Legitimität sei kein stabiler Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess, der gesellschaftlich ausgehandelt, überprüft und immer wieder neu definiert werden müsse.

Konferenzen, Panels, Workshops
In mehr als 50 Sessions erwarten euch inspirierende Gespräche, Panels und Deep Dives zu aktuellen Themen. Mit rund 4.500 Fachbesucher*innen habt auch ihr die Chance ein Teil einer starken Community zu werden. Tauscht euch mit Entscheider*innen, Expert*innen und Innovator*innen aus, netzwerkt und knüpft wertvolle Kontakte!
https://www.reeperbahnfestival.com/konferenz

Ein besonderes Augenmerk der Veranstalter liegt auf MUSIC FRONTIERS – New Visions For The Music Ecosystem – eine internationale Konferenz an der Schnittstelle von Musik, Technologie und Innovation. Im Fokus stehen neue Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz, kreative Technologien und nachhaltige Perspektiven für die Musikwirtschaft. Statt bestehende Probleme zu verwalten, bringt MUSIC FRONTIERS Menschen zusammen, um aktiv an Lösungen für die Zukunft der Branche zu arbeiten. Die Konferenz möchte dabei die unterschiedlichsten Interessensfelder ansprechen: Musiker*innen & Produzent*innen, Labels, Verlage & Managements, Startups & Technologieunternehmen, Forschende & Entwickler*innen, Investor*innen & Entscheidungsträger*innen sowie Kreative aus Medien, Games, Film & digitalen Industrien.
https://musicfrontiers.com

Musik-Programm
Das Musikprogramm ist vielfältig und bietet mit den vertretenen Genres Indie, Pop, Rock, Folk, Singer-Songwriter, Electronic, Hip-Hop, Soul, Jazz und Classical Konzerte für eigentlich jeden Geschmack. Lange vor ihrem großen Durchbruch spielten z. B. Künstler*innen wie Bon Iver (USA), Ed Sheeran und Lewis Capaldi (beide Großbritannien), Sigrid und Aurora (Norwegen) sowie die deutschen Künstler Annenmaykantereit und Kraftklub auf dem Reeperbahn Festival. Jedes Jahr gibt es rund 70 Veranstaltungsorte rund um die Reeperbahn – auch Open Air. Darunter sind auch frei zugängliche Bühnen mit kostenlosem Programm im Festival Village auf dem Heiligengeistfeld.

Das musikalische Line-Up wird durch den kuratierten Bereich Arts & Word (mehr als 30 Veranstaltungen) ergänzt. Dazu zählen u. a. Ausstellungen, Lesungen, Live-Podcasts, Filmvorführungen und Performances. Immer im Mittelpunkt stehen hier künstlerische Auseinandersetzungen mit gesellschaftlich relevanten Themen: z. B. Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung, Awareness und verschiedenen Formen von Diskriminierung.

Zu den bereits bekannteren Acts des Line-ups gehören:
HVOB: das Elektroduo (Österreich) ist fester, etablierter Name in der Club- und Live-Szene
Fat Dog: das britische Punkrock-Quintett gilt derzeit als spannender und gehypter Live-Act
Pale Waves: die Indie-Pop/Rock-Band (Großbritannien) füllt europaweit Hallen
English Teacher: die britische Indie-Band ist eine feste Größe der Gitarren lastigen Musikszene
WizTheMC: der deutsch-südafrikanische Rapper, Songwriter und Musikproduzent hat sich mit seinem eingängigen Sound bereits einen prominenten Platz in der Szene erspielt

Zudem gibt es Konzerte in besonderen Locations: z. B. die Multiinstrumentalistin Anna von Hauswolff (Schweden) oder das deutsche Moses Yoofee Trio (beide Elbphilharmonie), sowie den australischen Disko-Troubadour und Kult-Entertainer mit italienischen Wurzeln Donny Benét.
https://www.reeperbahnfestival.com/konzerte

Right In the Feels
In der aktuellen Zeit ist der Digital Noise allgegenwärtig – oft dominiert die Reizüberflutung neue Impulse. Die Sehnsucht nach echten Erlebnissen, Emotionen und Verbindungen wächst. Und hier setzt Right In the Feels an: im Fokus stehen Künstler*innen, die ihre Emotionen kompromisslos in Musik umsetzen und die Menschen damit unmittelbar erreichen.

Dazu gehört z. B. die deutsche Singer-Songwriterin Philine Sonny die auf ihrem Debutalbum Virgin Lake durch starke und durch Emotionen geprägte Indie-Rock Songs überzeugt. Sie nimmt ihr Publikum mit auf ihren Weg der Selbstfindung und lässt es an ihrer Wut, Desillusionierung und der Akzeptanz der Imperfektionen des Lebens teilhaben. In der deutschen Musikszene hat sich Sängerin, Songwriterin und Produzentin Mine als wichtige weibliche Stimme mit mittlerweile sieben Alben zwischen Pop, Kammermusik, Rap und Jazz etabliert.

Eine sehr spannende neue Stimme der deutschen Poplandschaft: Carli, die bereits 2025 im Rahmen der Showcasereihe Just Signed! in Berlin vorgestellt wurde. Mit ihrer neuen Single Männersache ist sie auf dem Weg in eine absolut vielversprechende Karriere.

Spotlight on
Das neue Spotlight On-Programm orientiert sich an der wachsenden Individualisierung von musikalischen Interessen und der damit verbundenen spezialisierten Expertise. Ziel: Sichtbarkeit und Relevanz der einzelnen Schwerpunkte wie z. B. Heavy Music zu erhöhen. Das Angebot Heavy Reeperbahn richtet sich an alle Branchenvertreter*innen, deren Schwerpunkt auf härteren Musikgenres liegt. Vorteil der Spotlights: Branchenvertreter*innen mit Fokus auf bestimmte Genres oder Themen erhalten durch diese einen schnelleren Überblick und zudem erstmals die Möglichkeit, kostengünstige Tickets gezielt für diese Programme zu erwerben. Das Spotlight On-Ticket ist unabhängig vom Reeperbahn Festival-Ticket erhältlich und ermöglicht ausschließlich den Besuch der Spotlight On-Programme.

Anchor – Reeperbahn Festival International Music Award
Im Rahmen des Festivals wird zudem jedes Jahr im September der Anchor – Reeperbahn Festival International Music Award vergeben, eine internationale Auszeichnung für talentierte Newcomer. Dieser soll Musikfans und Brancheninsider als Orientierungshilfe auf dem Musikmarkt dienen. Für die Wettbewerbsteilnehmer*innen ist er eine Chance, die Karriere auf internationalem Parkett zu starten. Gewinner*innen der vergangenen Jahre sind u. a. die Künstlerin Alyona Alyona (Ukraine), die Indie-Rock-Band Yard Act (Großbritannien) und das Electronica-Duo ÄTNA(Deutschland). https://www.reeperbahnfestival.com/anchor

VIA – VUT Indie Awards
Die VIA (VUT Indie Awards) sind als Höhepunkt der VUT Indie Days Teil des Reeperbahn Festivals und finden am Abend des 17. September 2026 im Schmidts Tivoli statt und. Der vom VUT (Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen) vergebene Kritiker*innenpreis zeichnet herausragende Talente der unabhängigen Musikbranche aus, wobei Kreativität und Innovation im Vordergrund stehen. https://www.reeperbahnfestival.com/awards

Helga! Festival Award
Im Rahmen des Reeperbahn Festivals wird seit 2013 auch jährlich der Helga! Festival Award verliehen und gehört zu den wichtigsten Auszeichnungen der deutschen Festivallandschaft. 2026 – Bewährtes neu gedacht: Erstmals wird der Helga! Festival Award gemeinsam mit Verbänden, Institutionen und Netzwerken der Festivalbranche gestaltet. Für die unterschiedlichen Awardkategorien (Mein größtes Vorbild, Die goldene Mitte, Klein aber OHO und Fan Favorite übernehmen Pat*innen die fachliche Begleitung und bringen so ganz unterschiedliche Perspektiven der deutschen Festivallandschaft in den Auswahlprozess ein. Informationen zum Helga! Festival Award und das Formular, um für den Fan Favorite Award abzustimmen, findet ihr hier:
https://www.reeperbahnfestival.com/helga-festival-award

Alle weiteren Informationen rund um das Reeperbahn Festival findet ihr hier:
https://www.reeperbahnfestival.com

Festivaltickets (für einen oder mehrere Tage) erhaltet ihr hier (zudem U30-Festival-Ticket für alle unter 30 Jahren: 30 % Rabatt (inklusive Zugang zu allen Konzerten, Shows, Party und zum Arts & Word-Programm):
https://tickets.infield.live/event/reeperbahn-festival-2026-kspu9y

Conference Tickets erhaltet ihr hier (rabattierte Tickets für alle unter 30 Jahren):
https://tickets.infield.live/event/reeperbahn-festival-conference-2026-pu8v8z

Allen Teilnehmenden viel Spaß, gute Gespräche, informative Workshops und Panels sowie jede Menge tolle Musik!

13. Deutscher Filmmusikpreis – jetzt bewerben!

Ab sofort könnt ihr euch mit euren Filmmusikprojekten für die Vergabe des 13. Deutschen Filmmusikpreises in den Kategorien Beste Musik im Film und Nachwuchs bewerben! Im vergangenen Jahr konnten unsere Mitglieder Reinhard Besser (gemeinsam mit Walter Mair, Kategorie Beste Musik im Film) und Peter Albrecht (Kategorie Nachwuchs) die begehrten Auszeichnungen in ihren Händen halten. Der Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen der Filmmusikbranche. Sie sollen die Wahrnehmung der Filmmusikbranche im Allgemeinen und die Aufmerksamkeit auf die am Entstehungsprozess beteiligten Filmkomponist*innen steigern. Ziel des Preises ist neben der Identifikation und Förderung von Talenten, die nationale und internationale Stärkung der deutschen Filmmusikbranche.
Der Deutsche Filmmusikpreis wird seit 2014 verliehen. Die Jury besteht aus renommierten Vertreter*innen der Filmmusikbranche, der Filmmusikverbände und der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt.

Ihr könnt euch in der Kategorie Beste Musik im Film bewerben, wenn ihr als Komponist*in an mindestens zwei Kurzfilmen (alle Längen, alle Genres) oder einem Langfilm (mind. 60 Min., alle Genres) mitgewirkt haben, die zwischen Oktober 2025 und Oktober 2026 offiziell zu Filmfestivals eingeladen, im Kino bzw. TV gezeigt oder auf Streaming-Plattformen veröffentlicht wurden. Alternativ ist auch eure Mitwirkung an mindestens einer hochwertigen Serie (3 oder mehr Folgen à mind. 20 Min.), die auf Festivals, im TV oder auf einer Streaming-Plattform gezeigt wurde, möglich.
Nicht anerkannt werden: Marktvorführungen, rein lokale Veranstaltungen und Vitrinen für Student*innenfilme.

Einreichfrist: 17. August 2026 bis 06. September 2026

Wichtigste Voraussetzungen für die Kategorien Beste Musik im Film und Nachwuchs:

  • Foto (Hochformat, kein Passfoto, Auflösung mind. 300dpi) mit Creditangabe
  • Vita (max. 1.500 Zeichen) und Filmografie
  • Einreichung von 3 relevanten Filmausschnitten für die Jury, Länge der Ausschnitte soll max. 3 Min. pro Ausschnitt betragen (Bildauflösung: 720 x 576 (bzw. DVD-Qualität), Codec H.264.

Hinweise Kategorie Beste Musik im Film:

  • Bewerbung ausschließlich über folgenden Link möglich: https://www.defkom.de/filmmusikpreis/einreichung (dort gibt es zudem weiterführende Infos zur Einreichung)
  • nur Ausschnitte aus Originalfilm(en) – keine Showreels, Trailer, Teaser oder Werbung
  • nicht-deutsche bzw. nicht-englische Dialoge bitte deutsch oder englisch untertiteln
  • originaler Sound/Soundtrack darf gegenüber dem Originalfilm nicht verändert werden
  • ihr müsst Urheberrechtsinhaber*in sein oder die Zustimmung der Rechteinhaber*innen zur Nutzung des Materials eingeholt haben

Hinweise Kategorie Nachwuchs:

  • Bewerbung per formloser Einreichung an: info@deutscherfilmmusikpreis.de
  • die 3 Filmausschnitte sollten aus unterschiedlichen Projekten stammen (unterschiedliche Formate), um die Bandbreite des bisherigen Schaffens zu repräsentieren
  • keine Vorgaben zu Kurz- oder Langfilm oder Serie; Bandbreite und musikalisch-künstlerisches Schaffen stehen im Vordergrund
  • Einreichung eines Empfehlungsschreibens einer branchennahen Person ist fakultativ
  • keine Beschränkung bzgl. des Alters, jede*r der/die sich als Nachwuchs definiert, kann sich bewerben; hier ist eine gute Selbsteinschätzung gefragt

 Einreichgebühren:

  • pro Einreichung in der Kategorie Beste Musik im Film: Bearbeitungsgebühr in Höhe von 49 € (inkl. MwSt.); jede*r Komponist*in darf mehrere Projekte einreichen
  • pro Einreichung in der Kategorie Nachwuchs: aus Gründen der Nachwuchsförderung ermäßigte Bearbeitungsgebühr in Höhe von 19 € (inkl. MwSt.)
  • Gebühren sind mit Upload der eingereichten Projekte zu entrichten; bitte nutzt hierfür folgende Kontoverbindung: watermusic entertainment: DE19 8005 3762 1894 1656 47.
  • Verwendungszweck:
    o Kategorie Beste Musik im Film: DFMP26 Beste Musik, Name Einreichende*r
    o Kategorie Nachwuchs: DFMP26 Nachwuchs, Name Einreichende*r

Nominierung:

Die Nominierten und Preisträger*innen werden persönlich benachrichtigt. Im Fall der Nominierung durch die Jury in einer Kategorie des Deutschen Filmmusikpreises gewährleisten die Komponist*innen die Erfüllung der nachfolgenden Punkte:

  • Einsendung (per Server-Download) von aussagekräftigen Film-Sequenzen als Zusammen-schnitt /Trailer, von maximal 1’30 Minuten
  • Das Videomaterial muss folgende technische Anforderungen erfüllen:
    – Auflösung: mind. 1080p (1920 x 1080px)
    – Datenrate: mind. 10Mbit/sec
    – Codec: H264, MP4 oder ProRes422
    – Dateiformate: .mov, .mp4
    – AUDIO: bitte STEREO, kein Mono!
  • eindeutige Klärung der notwendigen Ausstrahlungs- und Aufführungsrechte im Rahmen des Deutschen Filmmusikpreises der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt
  • unentgeltliche und zeitlich unbegrenzte Einräumung der Rechte an dem eingereichten Material an die Veranstalter (IAMA) für Promotion- und Werbezwecke

WICHTIG: Alle weiteren Teilnahmevoraussetzungen und -vorgaben, z. B. zu öffentlicher Kommunikation seitens der IAMA (International ACADEMY of Media and Arts Halle), Mitgliedschaft in einer Verwertungsgesellschaft, Anwesenheit bei Preisvergabe etc. findet ihr in den Richtlinien: https://deutscherfilmmusikpreis.de/wp-content/uploads/2026/08/DFMP2026_Richtlinien_20260817.pdf

Die Preisträger*innen werden bei der Preisverleihung am 07. November 2026 im Rahmen der 19. Filmmusiktage Sachsen-Anhalt (31. Oktober – 08. November 2026) in Halle (Saale) bekanntgegeben. Bei der Gala in der Staatsoper Halle übernimmt die Staatskapelle Halle, ein 80 Personen-Orchester, den musikalischen Part des Abends. Das gesamte Programm findet ihr hier: https://filmmusiktage.de

Die Daumen sind gedrückt!

CC-Kommentar zur E-Wertung

Dass es irgendwann zu einer dramatischen Schieflage im Wertungsverfahren kommen würde, war den Verantwortlichen eigentlich seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten, bekannt. Insofern muss sich die GEMA den Vorwurf gefallen lassen, nicht schon früher transparent und selbstkritisch das Problem angegangen zu haben. Stattdessen wurden jahrelang aussagekräftige Zahlen über die „kryptische“ E-Wertung zurückgehalten und unbequeme Fragesteller ins Abseits gestellt. Manch einer dürfte sich also verwundert die Augen gerieben haben, als die zuvor als Bewahrer des Status Quo bekannte GEMA vor zwei Jahren plötzlich ihr eigenes althergebrachtes U/E-System infrage stellte.

Wir habe hier ein paar statistische Daten zusammengefasst, die ihr auch auf der Website der GEMA finden könnt. Spätestens in Kenntnis dieser Zahlen dürfte jedem klar werden, dass dringender Handlungsbedarf besteht:

–     Durchschnittlich erhalten Teilnehmer am E-Wertungsverfahren das 2,5-Fache ihrer Tantiemen als Förderung, während Teilnehmer am U-Wertungsverfahren im Durchschnitt weniger als ein Zehntel davon bekommen, nämlich das 0,2-Fache (Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2024).

–      Die Schutzfrist im deutschen Urheberrecht beträgt 70 Jahre nach Tod des Urhebers. Das bedeutet, dass die GEMA immer weniger Einnahmen durch ältere, umsatzstarke E-Musikwerke generiert (wie bspw. von S. Rachmaninow, gest. 1943, R. Strauss, gest. 1949; S. Prokofiev, gest. 1953). Die Sparte E erwirtschaftet mittlerweile nur noch 3 % der gesamten Wertungsmittel, während die E-Wertung weiterhin 30 % der gesamten Wertungsmittel erhält. Die gesamten E-Wertungsmittel betragen jährlich 14,1 Mio. €. Das bedeutet: Die Sparte U subventioniert die Sparte E jährlich mit 13,7 Mio. €.

–      Hinzu kommt: immer weniger Berechtigte teilen sich den E-Wertungstopf, was unter anderem zur Folge hat, dass in den letzten 10 Jahren die durchschnittliche Wertung für E-Komponist*innen um 43 % gestiegen ist. Dabei „belohnt“ das E-Wertungsverfahren die Älteren – und benachteiligt die Jüngeren: die über 60-Jährigen bekommen 63 %, die unter 40-Jährigen nur 3 % der E-Wertungsmittel.

–      Interessant ist auch der Blick auf die Spitzenreiter der E-Musik: die Top 18 % unter den Teilnehmern am E-Wertungsverfahren erhalten 84 %, die Top 2,5 % bekommen 33 %, und die Top 1 % erhalten 17 % der E-Wertungsmittel. Die erfolgreichsten E-Komponist*innen, die jährlich Tantiemen von 100.000 € und mehr für die Nutzungen ihrer Werke erhalten, bekommen im Durchschnitt darüber hinaus eine E-Wertung in ebenfalls sechsstelliger Höhe (bis zu 160.000 €). Währenddessen gehen die meisten Newcomer in der E-Musik mehr oder weniger leer aus. Die größten Profiteure des E-Fördersystems sind also insbesondere diejenigen, die eigentlich nicht gefördert werden müssten.

Wie ihr wisst, unternehmen Aufsichtsrat und Vorstand bei der diesjährigen GEMA-Mitgliederversammlung einen zweiten Versuch, das Wertungsverfahren zu reformieren. Sehr verkürzt dargestellt, ist das Ziel des Antrags (Nr. 15), den auf die E-Wertung entfallenden 30 %-Anteil an den Wertungsmitteln auch für andere Musikgenres zu öffnen.

Es liegt auf der Hand, dass die Wünsche der GEMA-Mitglieder für eine neue GEMA-Kulturförderung individuell verschieden sind. Was den Antrag von Aufsichtsrat und Vorstand angeht, geben wir zu, dass auch wir an der einen oder anderen Stelle andere Wege besser gefunden hätten. Um aber notwendige Reformen einzuleiten, kann nicht jeder individuelle Wunsch berücksichtigt werden. Wir sollten also einen Kompromiss schließen, der zum einen den derzeitigen Zustand beendet und zum anderen die Möglichkeit eröffnet, zukünftige Entwicklungen zu berücksichtigen und gegebenenfalls Anpassungen und Veränderungen vorzunehmen. Deshalb empfehlen wir die Annahme dieses Antrags.

Darüber hinaus gibt es naturgemäß (Gegen-)Anträge zum Thema aus den Reihen der E-Musik, die wir uns schon aus Gründen der Fairness ebenso interessiert anhören sollten: wie oft waren wir selbst in der Situation, die Mitgliederversammlung von unserer (oft abweichenden) Meinung überzeugen zu wollen!

Nicht unerwähnt bleiben sollte darüber hinaus der Antrag 15f mit dem Ziel, die Zuwendungen für die E-Wertung – analog zum Anteil der E-Musik an der Finanzierung der Fördermittel – von 30 % auf 3 % abzusenken. Das hätte zur Folge, dass der Anteil der U-Wertung auf 97 % ansteigen würde. Vielleicht bewegt spätestens dieses dramatische Szenario den einen oder anderen aus dem Bereich der E-Musik, für den (Kompromiss-)Antrag von Aufsichtsrat und Vorstand zu stimmen.

Dass die jährliche, weltweit einzigartige Subventionierung der zeitgenössischen deutschen E-Musik in Millionenhöhe aktuell zu einem dementsprechenden internationalen Erfolg führt, darf man bezweifeln. Nach unserer Einschätzung liegt das (wie überall in Fällen von Subventionierung und Umverteilung) daran, dass die Systematik des E-Wertungsverfahrens offensichtliche Fehlanreize bietet. Eine Kulturförderung, die das Ausnutzen des Regelwerks attraktiv macht und gleichzeitig die Publikumsnachfrage vernachlässigt, ist nach unserer Auffassung nicht zur Förderung erfolgsversprechender Trends und Nischen geeignet.

Die U-Musik finanziert 97 % der E-Wertung. Diese erhebliche Transferleistung von U nach E haben über die Jahre eine Art „Versorgungswerk“ für (überwiegend ältere) E-Komponist*nnen entstehen lassen. Natürlich haben wir Verständnis für alle, die sich auf lebenslang wiederkehrende Einkünfte eingerichtet haben und nun womöglich Einbußen erleiden werden. Andererseits ist es aber auch nicht hinnehmbar, dass ausgerechnet die Musikschaffenden im Bereich der „Unterhaltungsmusik“, die sich ohne finanzielle Absicherung dem Publikumsvotum und den Entwicklungen von Konjunktur und KI stellen müssen, weiterhin für diese Rundum-Versorgung bezahlen sollen.

Beste Grüße,
der Vorstand des Composers Club e.V.

GEMA-Mitgliederversammlung – unbedingt vertreten lassen!

Ihr seid ORDENTLICHE GEMA-Mitglieder und könnt NICHT vor Ort oder digital an der GEMA-Mitgliederversammlung teilnehmen und möchtet nicht, dass eure Stimme „verloren“ geht? Kein Problem: Der Composers Club e.V. ist für euch da und stellt euch gerne eine/n Stellvertreter*in zur Verfügung! Und dafür müsst ihr nicht einmal Mitglied bei uns sein (könnt es aber gerne werden)!

Denn das wichtige Reformvorhaben der GEMA zur Aufhebung der starren Unterscheidung zwischen E- und U-Musik ist letztes Jahr an nur wenigen Stimmen gescheitert und wird jetzt erneut abgestimmt. Außerdem hat der Composers Club durch eigene Anträge weitere Reformimpulse gesetzt, die nur wirken, wenn es genügend Stimmen dafür gibt.

Meldet euch einfach bis Mittwoch, 29. April 2026, über das Formular auf unserer Homepage, wenn ihr eine Stellvertretung benötigt:
https://www.composers-club.de/service/gema-mv-2026/

WICHTIG: Das Stellvertreter-Passwort findet ihr in eurem GEMA Online-Postfach. Dort liegt neben eurer Einladung zur MGV eine ZWEITE Mitteilung, in der ihr euer persönliches STELLVERTRETER-PASSWORT findet. Ihr habt die Einladung per Post erhalten, dann findet ihr das Stellvertreterpasswort in diesem Brief. Bitte meldet euch nicht selbst bei der GEMA an! Dann muss das nämlich erst rückgängig gemacht werden, damit der Stellvertreter eure Daten eingeben kann.

CC-Mitglieder im Portrait: Paul J. Berentzen

Es gibt eine neue „Serie“ beim Composers Club e.V.:
„CC-Mitglieder im Portrait“! Wir möchten euch auf diese Weise einige unserer Mitglieder in unregelmäßigen Abständen und loser Reihenfolge auf unserer Homepage und auch auf Social Media (Facebook und LinkedIn) vorstellen. Das macht den Composers Club auch persönlicher und „anfassbarer“. Den Anfang macht unser Mitglied Paul J. Berentzen (ehemals Stark).


(Foto: Paul J. Berentzen, privat)

Bei diesem Namen denken viele bestimmt erst einmal an ein Getränk aus dem Norden Deutschlands… Und aus dem Norden stammt Paul Johannes Berentzen tatsächlich, den es allerdings nachhaltig in den Süden gezogen hat. Nach fast zwanzig Jahren München verlegte er aus privaten Gründen vor einigen Jahren seinen Lebensmittelpunkt aus dem tiefen Südosten der Republik in den Südwesten nach Hockenheim. Doch sowohl Privates mit Familie und Freunden als auch die wertvollen Kontakte zu Geschäftspartnern und Kunden, die guten Verbindungen in die dortige Szene sowie der Plan, im Münchner Raum eine zweite Arbeitseinheit entstehen zu lassen, sorgen dafür, dass seine Verbindungen zur bayrischen Hauptstadt lebendig bleiben.

Paul wuchs als Jüngster von sieben Kindern in einer sehr musikalischen Familie auf und wurde in dieser großen Gemeinschaft früh geprägt durch Songs, Filmmusik und Klassik. Entsprechend begann er bereits als kleiner „Steppke“ seine fundierte Ausbildung. Darüber hinaus war und ist er als neugieriger und akribischer Autodidakt in der dankbaren Situation, dass er auf seinem musikalischen Weg von vielen erfahrenen und renommierten Musikern, Produzenten, Komponisten und Ingenieuren lernen durfte.

Die musikalische Bandbreite von Paul J. Berentzen ist vielfältig: Kinderliederalben und -hörbücher, Imagefilme, Werbung und Game Scores, Musik für „Cinematic Promotion“ (Trailer Scores für Megatrax/Sound Adventures L.A.), für Dokumentation und Film (u. a. mehr als 10 Jahre Teil des Komponistenteams der Composers Club Mitglieder Christoph Weis und Axel Kroell bei „Sturm der Liebe“ / Staffel 7 bis 17), als Sänger die deutsche Stimme für Elton John in der deutschen Synchronfassung von Dreamworks „Der Weg nach El Dorado“ – Paul lebt Musik in all ihren Facetten.

Doch am meisten hat es ihm das bildhafte Storytelling angetan. „Ich liebe das, und jedes mir anvertraute Projekt ist Herzblut“, so Paul. „Denn, was gibt es Schöneres, als das zu tun, was uns wichtig ist – mit bewegten Bildern Geschichten zu erzählen. Und ob kurz oder lang, ob persönlicher, produktbezogener, dokumentarischer oder fiktiver Natur – wir erzählen unsere Geschichten und wollen damit berühren“, so erklärt er seine Leidenschaft für die Komposition.

Eine Pre-Nominierung zum „Hundred Flowers Award“ erhielten Paul und der in der Zeit in Peking ortsansässige Produzent Edi Svoboda 2012 für den Score zu Regisseur Li Lu’s Serie „Shan Zha Shù“ (wörtlich „Weißdornbaum“), einer Geschichte, basierend auf einer wahren Begebenheit, die zur Zeit der chinesischen Kulturrevolution im vergangenen Jahrhundert ihren Lauf nahm. Der Roman, besser bekannt unter den Namen „Under the Hawthorn Tree“ oder „Hawthorn Tree Forever“, war Vorlage und die Verfilmung seiner epischen Liebesgeschichte war das erste Projekt des staatlichen chinesischen Fernsehens (CCTV), für das ein musikalisches Kreativteam der westlichen Hemisphäre arbeiten durfte. Auch unter den Game Scores, die Paul – zum Teil gemeinsam mit Klaus Strazicky, einem Münchner Produzentenkollegen – für „Somatone Interactive“ (Emeryville / San Francisco) komponierte und produzierte, ist ein Score dabei („Azada – Ancient Magic“), der 2009 in den Staaten als „Soundtrack of the Year“ für den Publikumspreis „Zeebys“ nominiert war.

Seit Anfang 2025 ist Paul Mitglied beim CC, war seit dem Mitte 2025 nicht nur beim Kompositions-Wettbewerb „La Mer en Musique“ (Frankreich) für die Musik zu einen Kurzfilm von Regisseur und Unterwasserfilmer Christian Petron zum „Grand Prix Éric Serra“ nominiert, sondern hat in diesem Jahr überdies auch als Mitglied der deutschen Jury für die Auswahl der von euch zahlreich eingereichten Bewerbungen für die diesjährigen „Camille Awards“ der ECSA (European Composer & Songwriter Alliance) fungiert. Eine sehr wichtige Aufgabe, die allen Jurymitgliedern überdies interessante Einblicke in euer musikalisches Schaffen und eure Leidenschaft für die Komposition ermöglicht hat.

Es ist die Aussage des US-amerikanischen Regisseurs Gore Verbinski (u. a. „Fluch der Karibik“), die für Paul eine gute Beschreibung seiner Herausforderung als Komponist darstellt: „Ein guter Film ist wie ein Flugzeug, das man ready to go auf die Startbahn stellt. Doch erst die Musik schafft es, den Flieger abheben zu lassen.“ Und genau darin sieht Paul Aufgabe und Verantwortung: „Mich einzufühlen, den Vibe, den dramaturgischen Leitfaden, die Charaktere und ihre Entwicklung zu erspüren, zu sehen, was nicht zu sehen ist, zu hören, was der Film und seine Geschichte an Musik in sich tragen und all das vor dem Hintergrund der Vorstellungen der Filmemacher*innen durch den Score so intensiv fühlbar zu machen, dass die Zuschauer*innen Teil der von uns geschaffenen Welt werden.“

Als Live-Musiker und Studio-Nerd fing alles an: Paul spielte in und arbeitete mit Bands unterschiedlichster Stilrichtungen, bevor es ihn schließlich in die Welt der Filmmusik zog. Aber auch heute lässt Paul das Studio immer wieder mal hinter sich und spielt live, derzeit mit einem Akustik Duo. „Auch diese wertvollen Bausteine tragen mit ihren intensiven Momenten und ihrer Energie zu dem reichhaltigen Fundus bei, durch den Musik zu einem lebendigen und einfühlsamen Begleiter für die Geschichten wird, die wir erzählen und mit denen wir berühren wollen“, verdeutlicht der Komponist.