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CC-Kommentar zur E-Wertung

Dass es irgendwann zu einer dramatischen Schieflage im Wertungsverfahren kommen würde, war den Verantwortlichen eigentlich seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten, bekannt. Insofern muss sich die GEMA den Vorwurf gefallen lassen, nicht schon früher transparent und selbstkritisch das Problem angegangen zu haben. Stattdessen wurden jahrelang aussagekräftige Zahlen über die „kryptische“ E-Wertung zurückgehalten und unbequeme Fragesteller ins Abseits gestellt. Manch einer dürfte sich also verwundert die Augen gerieben haben, als die zuvor als Bewahrer des Status Quo bekannte GEMA vor zwei Jahren plötzlich ihr eigenes althergebrachtes U/E-System infrage stellte.

Wir habe hier ein paar statistische Daten zusammengefasst, die ihr auch auf der Website der GEMA finden könnt. Spätestens in Kenntnis dieser Zahlen dürfte jedem klar werden, dass dringender Handlungsbedarf besteht:

–     Durchschnittlich erhalten Teilnehmer am E-Wertungsverfahren das 2,5-Fache ihrer Tantiemen als Förderung, während Teilnehmer am U-Wertungsverfahren im Durchschnitt weniger als ein Zehntel davon bekommen, nämlich das 0,2-Fache (Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2024).

–      Die Schutzfrist im deutschen Urheberrecht beträgt 70 Jahre nach Tod des Urhebers. Das bedeutet, dass die GEMA immer weniger Einnahmen durch ältere, umsatzstarke E-Musikwerke generiert (wie bspw. von S. Rachmaninow, gest. 1943, R. Strauss, gest. 1949; S. Prokofiev, gest. 1953). Die Sparte E erwirtschaftet mittlerweile nur noch 3 % der gesamten Wertungsmittel, während die E-Wertung weiterhin 30 % der gesamten Wertungsmittel erhält. Die gesamten E-Wertungsmittel betragen jährlich 14,1 Mio. €. Das bedeutet: Die Sparte U subventioniert die Sparte E jährlich mit 13,7 Mio. €.

–      Hinzu kommt: immer weniger Berechtigte teilen sich den E-Wertungstopf, was unter anderem zur Folge hat, dass in den letzten 10 Jahren die durchschnittliche Wertung für E-Komponist*innen um 43 % gestiegen ist. Dabei „belohnt“ das E-Wertungsverfahren die Älteren – und benachteiligt die Jüngeren: die über 60-Jährigen bekommen 63 %, die unter 40-Jährigen nur 3 % der E-Wertungsmittel.

–      Interessant ist auch der Blick auf die Spitzenreiter der E-Musik: die Top 18 % unter den Teilnehmern am E-Wertungsverfahren erhalten 84 %, die Top 2,5 % bekommen 33 %, und die Top 1 % erhalten 17 % der E-Wertungsmittel. Die erfolgreichsten E-Komponist*innen, die jährlich Tantiemen von 100.000 € und mehr für die Nutzungen ihrer Werke erhalten, bekommen im Durchschnitt darüber hinaus eine E-Wertung in ebenfalls sechsstelliger Höhe (bis zu 160.000 €). Währenddessen gehen die meisten Newcomer in der E-Musik mehr oder weniger leer aus. Die größten Profiteure des E-Fördersystems sind also insbesondere diejenigen, die eigentlich nicht gefördert werden müssten.

Wie ihr wisst, unternehmen Aufsichtsrat und Vorstand bei der diesjährigen GEMA-Mitgliederversammlung einen zweiten Versuch, das Wertungsverfahren zu reformieren. Sehr verkürzt dargestellt, ist das Ziel des Antrags (Nr. 15), den auf die E-Wertung entfallenden 30 %-Anteil an den Wertungsmitteln auch für andere Musikgenres zu öffnen.

Es liegt auf der Hand, dass die Wünsche der GEMA-Mitglieder für eine neue GEMA-Kulturförderung individuell verschieden sind. Was den Antrag von Aufsichtsrat und Vorstand angeht, geben wir zu, dass auch wir an der einen oder anderen Stelle andere Wege besser gefunden hätten. Um aber notwendige Reformen einzuleiten, kann nicht jeder individuelle Wunsch berücksichtigt werden. Wir sollten also einen Kompromiss schließen, der zum einen den derzeitigen Zustand beendet und zum anderen die Möglichkeit eröffnet, zukünftige Entwicklungen zu berücksichtigen und gegebenenfalls Anpassungen und Veränderungen vorzunehmen. Deshalb empfehlen wir die Annahme dieses Antrags.

Darüber hinaus gibt es naturgemäß (Gegen-)Anträge zum Thema aus den Reihen der E-Musik, die wir uns schon aus Gründen der Fairness ebenso interessiert anhören sollten: wie oft waren wir selbst in der Situation, die Mitgliederversammlung von unserer (oft abweichenden) Meinung überzeugen zu wollen!

Nicht unerwähnt bleiben sollte darüber hinaus der Antrag 15f mit dem Ziel, die Zuwendungen für die E-Wertung – analog zum Anteil der E-Musik an der Finanzierung der Fördermittel – von 30 % auf 3 % abzusenken. Das hätte zur Folge, dass der Anteil der U-Wertung auf 97 % ansteigen würde. Vielleicht bewegt spätestens dieses dramatische Szenario den einen oder anderen aus dem Bereich der E-Musik, für den (Kompromiss-)Antrag von Aufsichtsrat und Vorstand zu stimmen.

Dass die jährliche, weltweit einzigartige Subventionierung der zeitgenössischen deutschen E-Musik in Millionenhöhe aktuell zu einem dementsprechenden internationalen Erfolg führt, darf man bezweifeln. Nach unserer Einschätzung liegt das (wie überall in Fällen von Subventionierung und Umverteilung) daran, dass die Systematik des E-Wertungsverfahrens offensichtliche Fehlanreize bietet. Eine Kulturförderung, die das Ausnutzen des Regelwerks attraktiv macht und gleichzeitig die Publikumsnachfrage vernachlässigt, ist nach unserer Auffassung nicht zur Förderung erfolgsversprechender Trends und Nischen geeignet.

Die U-Musik finanziert 97 % der E-Wertung. Diese erhebliche Transferleistung von U nach E haben über die Jahre eine Art „Versorgungswerk“ für (überwiegend ältere) E-Komponist*nnen entstehen lassen. Natürlich haben wir Verständnis für alle, die sich auf lebenslang wiederkehrende Einkünfte eingerichtet haben und nun womöglich Einbußen erleiden werden. Andererseits ist es aber auch nicht hinnehmbar, dass ausgerechnet die Musikschaffenden im Bereich der „Unterhaltungsmusik“, die sich ohne finanzielle Absicherung dem Publikumsvotum und den Entwicklungen von Konjunktur und KI stellen müssen, weiterhin für diese Rundum-Versorgung bezahlen sollen.

Beste Grüße,
der Vorstand des Composers Club e.V.

GEMA-Mitgliederversammlung – unbedingt vertreten lassen!

Ihr seid ORDENTLICHE GEMA-Mitglieder und könnt NICHT vor Ort oder digital an der GEMA-Mitgliederversammlung teilnehmen und möchtet nicht, dass eure Stimme „verloren“ geht? Kein Problem: Der Composers Club e.V. ist für euch da und stellt euch gerne eine/n Stellvertreter*in zur Verfügung! Und dafür müsst ihr nicht einmal Mitglied bei uns sein (könnt es aber gerne werden)!

Denn das wichtige Reformvorhaben der GEMA zur Aufhebung der starren Unterscheidung zwischen E- und U-Musik ist letztes Jahr an nur wenigen Stimmen gescheitert und wird jetzt erneut abgestimmt. Außerdem hat der Composers Club durch eigene Anträge weitere Reformimpulse gesetzt, die nur wirken, wenn es genügend Stimmen dafür gibt.

Meldet euch einfach bis Mittwoch, 29. April 2026, über das Formular auf unserer Homepage, wenn ihr eine Stellvertretung benötigt:
https://www.composers-club.de/service/gema-mv-2026/

WICHTIG: Das Stellvertreter-Passwort findet ihr in eurem GEMA Online-Postfach. Dort liegt neben eurer Einladung zur MGV eine ZWEITE Mitteilung, in der ihr euer persönliches STELLVERTRETER-PASSWORT findet. Ihr habt die Einladung per Post erhalten, dann findet ihr das Stellvertreterpasswort in diesem Brief. Bitte meldet euch nicht selbst bei der GEMA an! Dann muss das nämlich erst rückgängig gemacht werden, damit der Stellvertreter eure Daten eingeben kann.

CC-Mitglieder im Portrait: Paul J. Berentzen

Es gibt eine neue „Serie“ beim Composers Club e.V.:
„CC-Mitglieder im Portrait“! Wir möchten euch auf diese Weise einige unserer Mitglieder in unregelmäßigen Abständen und loser Reihenfolge auf unserer Homepage und auch auf Social Media (Facebook und LinkedIn) vorstellen. Das macht den Composers Club auch persönlicher und „anfassbarer“. Den Anfang macht unser Mitglied Paul J. Berentzen (ehemals Stark).


(Foto: Paul J. Berentzen, privat)

Bei diesem Namen denken viele bestimmt erst einmal an ein Getränk aus dem Norden Deutschlands… Und aus dem Norden stammt Paul Johannes Berentzen tatsächlich, den es allerdings nachhaltig in den Süden gezogen hat. Nach fast zwanzig Jahren München verlegte er aus privaten Gründen vor einigen Jahren seinen Lebensmittelpunkt aus dem tiefen Südosten der Republik in den Südwesten nach Hockenheim. Doch sowohl Privates mit Familie und Freunden als auch die wertvollen Kontakte zu Geschäftspartnern und Kunden, die guten Verbindungen in die dortige Szene sowie der Plan, im Münchner Raum eine zweite Arbeitseinheit entstehen zu lassen, sorgen dafür, dass seine Verbindungen zur bayrischen Hauptstadt lebendig bleiben.

Paul wuchs als Jüngster von sieben Kindern in einer sehr musikalischen Familie auf und wurde in dieser großen Gemeinschaft früh geprägt durch Songs, Filmmusik und Klassik. Entsprechend begann er bereits als kleiner „Steppke“ seine fundierte Ausbildung. Darüber hinaus war und ist er als neugieriger und akribischer Autodidakt in der dankbaren Situation, dass er auf seinem musikalischen Weg von vielen erfahrenen und renommierten Musikern, Produzenten, Komponisten und Ingenieuren lernen durfte.

Die musikalische Bandbreite von Paul J. Berentzen ist vielfältig: Kinderliederalben und -hörbücher, Imagefilme, Werbung und Game Scores, Musik für „Cinematic Promotion“ (Trailer Scores für Megatrax/Sound Adventures L.A.), für Dokumentation und Film (u. a. mehr als 10 Jahre Teil des Komponistenteams der Composers Club Mitglieder Christoph Weis und Axel Kroell bei „Sturm der Liebe“ / Staffel 7 bis 17), als Sänger die deutsche Stimme für Elton John in der deutschen Synchronfassung von Dreamworks „Der Weg nach El Dorado“ – Paul lebt Musik in all ihren Facetten.

Doch am meisten hat es ihm das bildhafte Storytelling angetan. „Ich liebe das, und jedes mir anvertraute Projekt ist Herzblut“, so Paul. „Denn, was gibt es Schöneres, als das zu tun, was uns wichtig ist – mit bewegten Bildern Geschichten zu erzählen. Und ob kurz oder lang, ob persönlicher, produktbezogener, dokumentarischer oder fiktiver Natur – wir erzählen unsere Geschichten und wollen damit berühren“, so erklärt er seine Leidenschaft für die Komposition.

Eine Pre-Nominierung zum „Hundred Flowers Award“ erhielten Paul und der in der Zeit in Peking ortsansässige Produzent Edi Svoboda 2012 für den Score zu Regisseur Li Lu’s Serie „Shan Zha Shù“ (wörtlich „Weißdornbaum“), einer Geschichte, basierend auf einer wahren Begebenheit, die zur Zeit der chinesischen Kulturrevolution im vergangenen Jahrhundert ihren Lauf nahm. Der Roman, besser bekannt unter den Namen „Under the Hawthorn Tree“ oder „Hawthorn Tree Forever“, war Vorlage und die Verfilmung seiner epischen Liebesgeschichte war das erste Projekt des staatlichen chinesischen Fernsehens (CCTV), für das ein musikalisches Kreativteam der westlichen Hemisphäre arbeiten durfte. Auch unter den Game Scores, die Paul – zum Teil gemeinsam mit Klaus Strazicky, einem Münchner Produzentenkollegen – für „Somatone Interactive“ (Emeryville / San Francisco) komponierte und produzierte, ist ein Score dabei („Azada – Ancient Magic“), der 2009 in den Staaten als „Soundtrack of the Year“ für den Publikumspreis „Zeebys“ nominiert war.

Seit Anfang 2025 ist Paul Mitglied beim CC, war seit dem Mitte 2025 nicht nur beim Kompositions-Wettbewerb „La Mer en Musique“ (Frankreich) für die Musik zu einen Kurzfilm von Regisseur und Unterwasserfilmer Christian Petron zum „Grand Prix Éric Serra“ nominiert, sondern hat in diesem Jahr überdies auch als Mitglied der deutschen Jury für die Auswahl der von euch zahlreich eingereichten Bewerbungen für die diesjährigen „Camille Awards“ der ECSA (European Composer & Songwriter Alliance) fungiert. Eine sehr wichtige Aufgabe, die allen Jurymitgliedern überdies interessante Einblicke in euer musikalisches Schaffen und eure Leidenschaft für die Komposition ermöglicht hat.

Es ist die Aussage des US-amerikanischen Regisseurs Gore Verbinski (u. a. „Fluch der Karibik“), die für Paul eine gute Beschreibung seiner Herausforderung als Komponist darstellt: „Ein guter Film ist wie ein Flugzeug, das man ready to go auf die Startbahn stellt. Doch erst die Musik schafft es, den Flieger abheben zu lassen.“ Und genau darin sieht Paul Aufgabe und Verantwortung: „Mich einzufühlen, den Vibe, den dramaturgischen Leitfaden, die Charaktere und ihre Entwicklung zu erspüren, zu sehen, was nicht zu sehen ist, zu hören, was der Film und seine Geschichte an Musik in sich tragen und all das vor dem Hintergrund der Vorstellungen der Filmemacher*innen durch den Score so intensiv fühlbar zu machen, dass die Zuschauer*innen Teil der von uns geschaffenen Welt werden.“

Als Live-Musiker und Studio-Nerd fing alles an: Paul spielte in und arbeitete mit Bands unterschiedlichster Stilrichtungen, bevor es ihn schließlich in die Welt der Filmmusik zog. Aber auch heute lässt Paul das Studio immer wieder mal hinter sich und spielt live, derzeit mit einem Akustik Duo. „Auch diese wertvollen Bausteine tragen mit ihren intensiven Momenten und ihrer Energie zu dem reichhaltigen Fundus bei, durch den Musik zu einem lebendigen und einfühlsamen Begleiter für die Geschichten wird, die wir erzählen und mit denen wir berühren wollen“, verdeutlicht der Komponist.

SoundTrack_Cologne 23 – Wettbewerbe

SEE THE SOUND, PEER RABEN MUSIC AWARD und EUROPEAN TALENT COMPETITION

Im Rahmen der SoundTrack_Cologne 23 (14. – 17. Juli 2026, Köln) finden auch in diesem Jahr die Wettbewerbe SEE THE SOUND, PEER RABEN MUSIC AWARD und EUROPEAN TALENT COMPETITION statt. Das Festival- und Kongressprogramm der STC ist Europas führende Plattform für Musik/Sound in Film, Games, TV und Multimedia (https://soundtrackcologne.de).

SEE THE SOUND 2026:
Mit SEE THE SOUND erhalten außergewöhnliche Filme über Musik die Möglichkeit, auf der großen Kinoleinwand präsentiert zu werden. Der Wettbewerb widmet sich allen Formen bewegter Bilder, die Musik/Klang visualisieren. Filmemacher*innen, Produzent*innen und Verleiher – aber auch Komponist*innen – sind eingeladen, Filme mit Schwerpunkt auf Musik und Klang einzureichen. Teilnahmeberechtigt sind Musikdokumentationen, Spielfilme mit musikalischem Schwerpunkt (z. B. Biografien über Musiker*innen/Komponist*innen und Bands, Konzertdokumentationen und Musikvideos). Der Preis für den besten Musikdokumentarfilm ist mit 2.500 Euro dotiert und geht zu 50 % an die Produktion und zu 50 % an die Regie.
Es werden nur Dokumentarfilme für den Preis berücksichtigt. Spielfilme und Kurzfilme werden im Rahmen des Festivals allerdings ebenfalls gezeigt.

Einreichkriterien/Teilnahmebedingungen (Auswahl, nicht vollständig):
– Filme (länger als 60 Min.), Kurzfilme und Musikvideos (beide max. 30 Min.), deren Produktion 2025 oder 2026 abgeschlossen wurde oder die nach dem 1. Januar 2025 Premiere hatten
– Vorführkopien sollten im DCP-Format (bevorzugt), auf BluRay, DVD oder als hochwertige digitale Datei (z. B. ProRes) vorliegen, Online-Screener als Vorabkopien werden bevorzugt, DVD-Einreichungen werden ebenfalls akzeptiert 

Einsendeschluss und Einreichgebühren:
Early Bird Deadline: 23. März 2026 (10.00 Uhr); Kurzfilme 15,00 €, Spielfilme 25,00 €
Spätester Abgabetermin: 14. April 2026 (10.00 Uhr); Kurzfilme 30,00 €, Langfilme 40,00 €

Alle weiteren Informationen, Bedingungen und die Möglichkeit zur Online-Einreichung findet ihr hier: https://t1p.de/cy5bg

PEER RABEN MUSIC AWARD 2026:
Der Award zeichnet die beste Originalmusik in einem Kurzfilm aus. Ihr seid herzlich eingeladen, euch mit euren Kompositionen zu bewerben! Der Award ist mit einem Preisgeld von 1.500 € dotiert. Prämiert wird eine Filmmusik mit innovativem und dramaturgisch kohärentem Einsatz von Musik und Ton im Verhältnis zur Erzählung. Wichtig: die Musik wurde hauptsächlich für den Film geschrieben.

Einsendeschluss und Einreichgebühren:
Early Bird Deadline: 26. März 2026 (10.00 Uhr); Gebühr 12,00 €
spätester Abgabetermin: 15. April 2026 (10.00 Uhr); Gebühr: 17,00 €

Einreichkriterien/Teilnahmebedingungen (Auswahl, nicht vollständig):
– Filme von max. 15 Min. (inkl. Abspann) in allen branchenüblichen Formaten
– Produktion wurde nach dem 01. Januar 2025 abgeschlossen bzw. Premiere fand nach dem 01. Januar 2025 statt
– keine Einschränkungen in Bezug auf Produktionsland, Form, Thema/Inhalt oder Genre
– Film muss überwiegend mit Originalmusik unterlegt sein, die speziell für diesen komponiert wurde und einen wesentlichen Bestandteil der Erzählung des Films bildet
– die Filmmusik muss eine ausgeprägte narrative und dramaturgische Funktion in Bezug auf die Bilder haben
– gerne digitale Übermittlung der Vorabkopie über einen Online-Link (vorzugsweise mit Download-Möglichkeit)
– Zugang zur Vorschauversion (ohne zusätzliche Registrierung) => bei Vimeo-Link sicherstellen, dass das Video bewertet ist (weitere Details in den Regularien im unten stehenden Link)
– ist die Originalsprache des Films weder Deutsch noch Englisch, sind Untertitel in einer der Sprachen erforderlich, alternativ kann ein Drehbuch (deutsch oder englisch) beigefügt werden => bei Auswahl des Films durch die Jury muss die Vorführkopie mit englischen oder deutschen Untertiteln versehen sein
– die Nominierten sollten bei der Filmvorführung anwesend sein und werden dem Publikum und der Jury bei der Wettbewerbsvorführung vorgestellt. 

Die Preisverleihung findet am Freitag, 17. Juli 2026, in Köln statt.

Alle weiteren Informationen, Bedingungen und die Möglichkeit zur Online-Einreichung findet ihr hier: https://t1p.de/hnlm9

EUROPEAN TALENT COMPETITION:
(Angehende) Sounddesigner*innen und Komponist*innen sind eingeladen, Musik für einen Kurzfilm zu komponieren oder das Sounddesign dazu zu gestalten und sich damit in den Kategorien WDR Filmscore Award und Sounddesign zu bewerben! Ziel ist es, die Bilder und die Erzählung des Kurzfilms FAKE NEWS von David Seul musikalisch zu interpretieren.

Info zum Film: Eine Pflanze lebt ein friedliches Leben auf einem Balkon über den Straßen. Bis ihr Besitzer eines Tages anfängt, falschen Ratschlägen zur Pflege von Pflanzen zu folgen. Die schwere Misshandlung zwingt die Pflanze zum Handeln. In der Annahme, dass ein Computer die Quelle allen Übels ist, versucht die Pflanze, den Überbringer der Botschaft zu töten.

Die Teilnehmenden können die Filmmusik komponieren oder das Sounddesign für den Film gestalten und auch im Team mit einem/einer anderen Komponisten/Komponistin oder Sound-designer*in zusammenarbeiten. Auch reine Soundprojekte können eingereicht werden!

Einreichkriterien/Teilnahmebedingungen (Auswahl, nicht vollständig):
– aktive/r Student*in im Bereich Komposition und/oder Sounddesign/Ton an europäischer Film- und/oder Musikhochschule (ohne Altersbeschränkung)
– oder: europäischer Kreativer im Bereich Komposition/Musik und/oder Sounddesign, der/die jünger als 31 Jahre ist (d. h. zum Zeitpunkt der Einreichung 30 Jahre oder jünger)
– der Wettbewerb fördert den Einsatz menschlicher Kreativität, die Verwendung generativer KI-Tools in den Kompositionen ist nicht gestattet, KI-Tools für maschinelles Lernen (z. B. für Mixing, EQing, Mastering, Effekte und Synth/Sample/Sound-Creation-Tools sind zulässig
– Nichtangabe der Verwendung nicht zulässiger KI-Tools in den Einreichungen führt zur Disqualifikation
– die Finalist*innen präsentieren ihre Werke dem Publikum und der Jury während der Wettbewerbsvorführung bei der SoundTrack_Cologne am 17. Juli um 10.30 Uhr im Kino Odeon
Preisverleihungsgala: Freitag, 17. Juli 2026, 19:00 Uhr im COMEDIA Theater (Roter Saal)
– der/die Gewinner*in des WDR Filmscore Award erhält die Möglichkeit, eine Originalkomposition von 7 bis 9 Minuten Länge mit dem WDR Funkhausorchester aufzunehmen
– der/die Gewinner*in des EUROPEAN TALENT AWARD SOUND DESIGN erhält einen 5.1-Kino-Mix im renommierten Tonmischstudio toruspost 

Einsendeschluss: 20. Mai 2026, 10.00 Uhr

Alle weiteren Informationen, Bedingungen und die Möglichkeit zur Online-Einreichung findet ihr hier: https://t1p.de/a3sb0

CC-Mitglieder Peter Albrecht und Reinhard Besser gewinnen Deutschen Filmmusikpreis

Am 08. November 2025 war es so weit: der 12. Deutsche Filmmusikpreis wurde im Rahmen der 18. Filmmusiktage Sachsen-Anhalt in der Oper Halle (Saale) vergeben. Doch nicht nur das! Unter den Gewinnern waren auch zwei Mitglieder des Composers Club e.V.! In der Kategorie Beste Musik im Film wurde Reinhard Besser (gemeinsam mit Walter Mair) für den Score zum Film Cranko ausgezeichnet. In der Kategorie Nachwuchsgewann Peter Albrecht. Herzlichen Glückwunsch!

Jurymitglied Peter W. Schmitt (Filmkomponist) sagte in seiner Laudatio für Reinhard Besser und Walter Mair: „Mit ihrer Musik haben sie nicht nur einen großartigen Film bereichert, sie haben auch ein Stück unserer musikalischen Kultur verteidigt: mit Klang und mit Herz und Mut.“

In der Laudatio zu Peter Albrechts Auszeichnung ehrte Filmproduzent Alexander Thies (NFP – Neue Film Produktion) vor allem dessen „sehr gutes Sounddesign, seine hohe Produktionsqualität und ein zielgerades Einfühlungsvermögen in die Charaktere und Geschichten – und das alles mit einem ganz eigenem Fingerabdruck“.

Weitere Informationen zu Peter Albrecht und Reinhard Besser findet ihr in folgenden CC-Newslettern:
Peter Albrecht: https://t1p.de/fnrdr
Reinhard Besser: https://t1p.de/uojuw

Den Preis für die Beste Musik im Kinderfilm erhielt Fabian Römer für seine Musik zu Ein Mädchen namens Willow«. Hans P. Ströer wurde mit dem Ehrenpreis für sein filmmusikalisches Schaffen ausgezeichnet.

Beim diesjährigen Galakonzert der Staatskapelle Halle (unter musikalischer Leitung von Rudolf Piehlmayer) erwartete die Teilnehmer ein musikalisches Fest. John Williams‘ Tribute to Film Composers und seine Musik zum Film Indiana Jones wurden durch Songs unterschiedlichster Genres (u. a. Rock, Pop und auch Filmmusik) ergänzt: Linda und Paul McCartneys To live and let die, Lady Gagas Shallow, Fred Neils Everybody’s Talkin’ und I still Haven’t Found What I’m Looking For von U2 – alle interpretiert von Schauspieler und Sänger Gustav Peter Wöhler.

Der Preisverleihung und dem Galakonzert waren im Rahmen der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt die ganze Woche über zahlreiche Masterclasses und Workshops vorausgegangen. Zwei davon wurden von CC-Mitgliedern angeboten: Frank Heckel (DORICO) und Fabian Kratzer (Deine Musik – Dein Business. Selbstvermarktung & Promotion für Komponist*innen).

Erstmalig seit 2011 konnte unser Vorstandsmitglied Christoph Rinnert leider nicht stellvertretend für den Composers Club hat an der Preisverleihung teilnehmen, betont aber die Wichtigkeit der Filmmusiktage und des Deutschen Filmmusikpreises: „Beide Veranstaltungen sind für die Filmmusik- und Komponist*innen-Branche von herausragender Bedeutung! Umso mehr freue ich mich, dass gleich zwei unserer Mitglieder ausgezeichnet wurden“. Die Feierlichkeiten zum Deutschen Filmmusikpreis fanden in diesem Jahr erneut im kleineren Rahmen in der Oper Halle statt – bedingt durch anhaltend kaum öffentliche Unterstützung durch z. B. das Land Sachsen-Anhalt.

CC-Mitglied Peter Albrecht für 12. Deutschen Filmmusikpreis nominiert

Es ist einfach großartig, wie viele von unseren Mitgliedern in diesem Jahr für diverse Preise nominiert sind! Unser Mitglied Peter Albrecht wurde für den Deutschen Filmmusikpreis in der Kategorie „Nachwuchs“ nominiert. Bei dieser Kategorie geht es nicht um ein bestimmtes Projekt bzw. eine spezielle Komposition, sondern vor allem um den Komponisten/die Komponistin an sich.

Der Deutsche Filmmusikpreis ist eine der begehrtesten Auszeichnungen für Komponist*innen in Deutschland und hat sich als eine der wichtigsten Ehrungen in der Filmmusikbranche etabliert. Der Preis soll die Wahrnehmung von Musik und Sound im Film betonen und das künstlerische Schaffen von Filmkomponist*innen würdigen. In diversen Kategorien werden besondere Leistungen des deutschen und internatio-nalen Filmmusikschaffens gewürdigt. Der Preis wird bereits zum zwölften Mal im Rahmen der Filmmusiktage Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) vergeben (01. – 08. November 2025). Die Preisverleihung findet am 08. November 2025 statt.
Deutscher Filmmusikreis: https://deutscherfilmmusikpreis.de
Filmmusiktage Sachsen-Anhalt: https://filmmusiktage.de

Über Peter Albrecht
Peter Albrecht wurde 1996 in Frankfurt am Main geboren. Er begann im Alter von acht Jahren zunächst mit dem Klavierspiel und legte so den Grundstein zu seiner Musik-Leidenschaft. Doch sein musikalischer Weg verlief nicht gradlinig: schon bald wechselte er vom Klavier zu Schlagzeug, Gitarre und Synthesizern und spielte in diversen Bands. Dabei entdeckte er, dass das Schreiben eigener Musik ihm die große kreative Freiheit ermöglichte, nach der er gesucht hatte. Diese führte ihn zur elektronischen Musik und schließlich zu einem tiefen Interesse an Harmonie und Struktur.

Peter Albrecht studierte Musikwissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt, wo er sich mit einer Vielzahl von Musikepochen und -genres beschäftigte – eine Grundlage, die seine Arbeit als Komponist heute prägt. An der Filmakademie Baden-Württemberg setzte er diese Grundlage in praktische Erfahrung um: er komponierte für über 40 Filmprojekte verschiedener Genres und Formate. Zu seinen persönlichen Höhepunkten gehörten die Leitung von Orchestern wie dem Žilina Symphony Orchestra und die Aufnahme von Original-Filmmusik mit dem Babelsberg Film Orchestra – Erfahrungen, die die musikalische Identität des Multitalents ebenfalls nachhaltig geprägt haben.

Seit seinem Abschluss an der Filmakademie komponiert und produziert Peter Albrecht mit Leidenschaft Musik für Film, Fernsehen und visuelle Medien. Das Besondere an seiner Arbeit ist, dass sie sich nicht auf nur ein Genre oder eine Vorlage beschränkt. Seine musikalische Erfahrung umfasst Spielfilme, Dokumentationen, Serien, Podcasts und auch Werbespots für internationale Marken.

„Beim Komponieren begeistert mich am meisten die einzigartige Rolle, die Musik beim Geschichtenerzählen spielt – ihre Fähigkeit, das zu offenbaren, was Bilder nicht sagen können. Sie kann den Ton einer Szene verändern, Emotionen verstärken oder das Publikum an einen völlig unerwarteten Ort entführen. Selbst wenn sie kaum wahrgenommen wird, ist Musik präsent. Manchmal wird sie zu einer eigenständigen Figur – voller Spannung, Atmosphäre und Subtext“, erklärt Peter Albrecht.

Zudem sei auch die enge Zusammenarbeit mit Regisseuren für ihn unerlässlich. Denn der Dialog könne abstrakte Ideen in Klang verwandeln und eine musikalische Identität formen, die sich emotional wahrhaftig und narrativ fundiert anfühle. Diese Gespräche, das Vertrauen und die gemeinsame Vision sind aus Peter Albrechts Sicht der Ausgangspunkt für die bedeutungsvollsten Kompositionen.

„Ich bin stolz darauf, dass mehrere der Filme, für die ich die Musik komponiert habe, internationale Anerkennung gefunden haben. Meine Arbeit wurde mit Preisen (z. B. Clio Music Award) und Auszeichnungen bei großen Festivals (First Steps Award, Young Director Award) und dem Deutschen Wirtschaftsfilmpreis gewürdigt“, so Peter Albrecht. Und nun ist er sogar ür den Deutschen Filmmusikpreis 2025 nominiert!
Homepage: https://www.albrechtmusic.com
Instagram: @peteralbrechtmusic

Wir drücken Peter Albrecht die Daumen für den Deutschen Filmmusikpreis!