von Eva Bekker | Nov. 14, 2016 | Inhalte, Newsletter
Liebe Mitglieder,
und wieder gibt es Grund zur Freude: Die Deutsche Akademie für Fernsehen zeichnet regelmäßig herausragende TV-Leistungen mit einem eigenen Preis aus. In diesem Jahr waren gleich zwei Mitglieder des Composers Club für die beste Musik zum Film nominiert: Stefan Will (mit Marco Dreckkötter) für Mordkommission Berlin 1 und Christoph Zirngibl für Neben der Spur – Amnesie. Die Jury entschied sich für Christoph Zirngibl.
Wir gratulieren beiden Mitgliedern und freuen uns sehr über die Anerkennung ihrer Arbeit!
Mit freundlichen Grüßen
aus der Geschäftsstelle
Eure
Eva Bekker
von Eva Bekker | Nov. 9, 2016 | Berichte, Inhalte
Am 28.10.2016 wurde zum dritten Mal der Deutsche Filmmusikpreis parallel zu den 9. Filmmusiktagen Sachsen-Anhalt in Halle/Saale verliehen.
Als Vertreter des Composers Club waren Anselm Kreuzer und Christoph Rinnert vor Ort, Christoph war Mitglied der Jury. Ehrengäste waren Eric Serra ( Das 5.Element / Leon der Profi / 007 / etc )
Der DEUTSCHE FILMMUSIKPREIS wurde in sechs verschiedenen Kategorien vergeben, dieses Jahr erstmalig auch in der Kategorie Kurzfilm. Den Ehrenpreis an TV- und Filmkomponist Klaus Doldinger verlieh Staatsminister Rainer Robra. Für den Hauch aus Hollywood sorgte Oscar-Preisträger Stephen Warbeck („Shakespeare in Love“), dem der Ehrenpreis International von Peter Dinges (FFA) überreicht wurde. In der Kategorie Beste Musik im Film überzeugte die entrückt-verspielte Filmmusik von Lorenz Dangel für den Spielfilm „Ich und Kaminski“ (Regie: Wolfgang Becker), der mit Daniel Brühl in der Hauptrolle in diesem Jahr fünf Lola-Nominierungen erhielt. Timo Pierre Rositzki erhielt den Preis in der Kategorie Bester Song im Film für den von ihm komponierten Titelsong „ALIVE“ aus der deutschsprachigen Verfilmung des Jugendromans „Boy 7“ (Regie: Özgür Yildirim) mit David Kross und Emilia Schüle in den Hauptrollen. Auch in diesem Jahr gab es wieder eine Neuerung. Erstmals wurde der Kurzfilm in einer eigenen Kategorie – Beste Musik im Kurzfilm – gewürdigt. Die begehrte Trophäe erhielt Jan Willem de With für seine musikalische Arbeit zum Kurzfilm „Little Infinity“ (2016). Den Nachwuchspreis erhielt die Filmkomponistin Franziska Henke. Sie komponierte die Musik zu dem aktuellen Kinofilm „Nellys Abenteuer“ und machte bereits mit weiteren Kompositionen für die Filme „Kids for Guns“ und „Hamam“ auf sich aufmerksam.
Die Aura des Revuetheaters und die liebevolle Gestaltung des Abends durch das Team aus Halle machten den Abend zu einem tollen Erlebnis.
Am Samstag, d. 29.10. wurde im “Composer’s Room“ mit Anselm Kreuzer, Tina Pepper, Alexander Thies, Micki Meuser und Uwe Golz das Thema Wahrnehmungsgesellschaften (GEMA) mit besonderem Fokus auf die Rechtewahrnehmung bei Online-Streamingdiensten und Vergütungszahlungen multinationaler Plattformen auf einem Panel mit den jungen Kollegen diskutiert. Am Abend gab es eine beeindruckende Darbietung bekannter Filmmusiken durch die Staatskapelle Halle, u.a. auch von Klaus Doldinger und Stephen Warbeck.
Wir freuen uns auf das nächste Jahr…..
von Eva Bekker | Nov. 8, 2016 | Inhalte, Newsletter
Liebe Mitglieder,
wir freuen uns mit unserem Mitglied Frank Schreiber! Beim International Sound & Film Festival in Kroatien wurde er als Gewinner in der Sparte Best Original Score / Documentary Feature geehrt. Seine Arbeit für den Film „Geschichte der vulkanischen Eifel“ aus der SWR-Reihe „Spuren im Stein“ setzte sich gegen Beiträge aus den USA und Indien durch. Hier kann der Dokumentarfilm angesehen und vor allem angehört werden:
http://www.swr.de/spuren-im-stein/eifel/spuren-im-stein-die-geschichte-der-vulkanischen-eifel/-/id=16535154/did=17410240/nid=16535154/kiltfh/index.html
Der Composers Club gratuliert ganz herzlich!
Mit freundlichen Grüßen
Aus der Geschäftsstelle
Eure Eva Bekker
von Eva Bekker | Okt. 11, 2016 | Inhalte, Newsletter
Liebe Mitglieder,
wie wir Euch bereits in unserem Newsletter vom März mitgeteilt haben, hat die GVL seit fünf Jahren für TV- Produktionen nur marginale und für Werbung überhaupt keine Ausschüttungen an ihre Mitglieder vorgenommen. Der Composers Club hat daher sowohl bei der Geschäftsführung der GVL als auch beim DPMA Beschwerde eingereicht. Daraufhin kam Bewegung in die Sache.
Die GVL hat Kontakt mit uns aufgenommen und ist nun dabei, die Möglichkeit zur Anmeldung auch von Mitwirkungen in „Jingles, Werbemusik und Einzelbeiträgen in non-fiktionalen Formaten“ vorzubereiten. Die Anmeldung soll ab Anfang 2017 möglich sein, allerdings zunächst nur für die Jahre 2010 bis 2012.
Im Verlauf dieses Jahres ist nun seitens der GVL beschlossen worden, die Verteilung dieses „Unterbudgets“ auf Basis der Abrechnungsdaten der GEMA vorzunehmen. (Diesen Weg hatte der Composers Club der GVL übrigens bereits 2011empfohlen.)
Eine Besserstellung der Werbung im Verteilungsplan der GVL – bzw. die Annäherung des GVL-Verteilungsplans an die Nutzungs-Realität – ist derzeit in der Diskussion. Ebenso die (überfällige) Besserstellung bei der Verteilung der ZPÜ.
Allen GVL-Mitgliedern unter Euch, die bereits ihre Mitwirkungen in Fernsehproduktionen angemeldet haben (und möglicherweise enttäuscht von der geringen Ausschüttung sind), sei gesagt, dass die GVL den Großteil aller „Unterbudgets“ noch nicht ausgeschüttet hat. Die Schlussverteilung soll im Jahr 2020 stattfinden.
Näheres hierzu lest bitte hier:
https://www.gvl.de/rechteinhaber/kuenstler/verteilung/nicht-verteilte-unterbudgets
Euer Vorstand
von Eva Bekker | Okt. 11, 2016 | Berichte, Inhalte
Bericht von der
ECSA-Versammlung in Ljubljana
Der ECSA ist es gelungen, Europapolitiker von der
Notwendigkeit eines verbesserten Autorenschutzes zu überzeugen
Die European Composers and Songwriters Alliance (ECSA) hat vergangene Woche in Ljubljana (Slowenien) getagt. Vom Composers Club waren Präsident John Groves (ECSA-Vorstandsmitglied) und Dr. Anselm Kreuzer (Leiter einer ECSA Working Group) dabei. Wir wollen Euch kurz über die wichtigsten Aktivitäten informieren.
Musikrechteinhaber reagieren überwiegend positiv auf EC-Vorschlag
Im Zentrum des Treffens der europäischen Komponistenverbände stand der jüngst (am 14. September 2016) veröffentlichte Vorschlag der Europäischen Kommission (EC) für ein europäisches Urheberrecht mit dem Ziel eines europäischen „Single Market“. Insgesamt zeichnet sich ab, dass es der ECSA zusammen mit der Authors’ Group und der GESAC in weiten Teilen gelungen ist, Europapolitiker von der Notwendigkeit eines umfassenden Autorenschutzes zu überzeugen. Problematische Positionen, wie sie sich noch vor gut einem Jahr im sog. „Reda-Report“ (EU Copyright evaluation report der EU-Abgeordneten Julia Reda, Piratenpartei) fanden, sind einem sehr viel ausgewogeneren und die Interessen beider Seiten (Urheber und Konsumenten) berücksichtigenden Ansatz gewichen. Auf Seiten der Musikrechteinhaber ist das Echo überwiegend positiv. Gleichwohl gibt es in einigen Punkten Verbesserungsbedarf.
Erste Maßnahmen zur besseren Plattformregulierung sind in Sicht
Der für Musikautoren ebenso wie für Verlage wichtigste Aspekt des EC-Vorschlags betrifft den sog. „Value Gap“, dem zufolge auf Online-Plattformen nach derzeitiger Gesetzeslage ein unangemessener Wertetransfer von den Rechteinhabern hin zu den Plattformen stattfindet. Plattformen wachsen wirtschaftlich durch die Verbreitung von Inhalten, während die Autoren und Verlage an diesem Wachstum nur marginal beteiligt werden. Dem EC-Vorschlag zufolge soll es verschärfte Haftungsregeln geben, insbesondere die Pflicht zu effektiven „Stay-Down-Maßnahmen“, so dass von Rechteinhabern reklamierte Inhalte nicht erneut widerrechtlich auf Plattformen erscheinen. Zu einer generellen Überarbeitung der E-Commerce-Direktive und eine Beschränkung des Haftungsprivilegs für „Host Provider“ konnte sich die EC allerdings nicht durchringen.
Recht Angemessene Vergütung soll europaweit verankert werden
EC-Präsident Jean-Claude Juncker bekennt sich in der Direktive gleichwohl klar dazu, dass Autoren und Verlage fair für die Nutzung ihrer Werke vergütet werden sollen. Entsprechend schlägt die EC auch die Aufnahme eines „Contract Adjustment Mechanism“ vor, wie er im deutschen Urheberrecht bereits in Form des „Best-Seller-Paragraphen“ (§32 UrhG) verankert ist. Von einer europaweiten Durchsetzung eines derartigen Rechts können, wie sich in Diskussionen der ECSA-Kommittees abzeichnete, Autoren und Verlage in ganz Europa profitieren, selbst in Ländern, die ein vergleichbares Recht bereits auf nationaler Ebene verankert haben, da internationales Lizenz-Dumping begrenzt werden kann und Autoren auf Augenhöhe mit ihren Auftraggebern und Verwertern verhandeln könnten.
Transparenz wird als wichtig erkannt
Ein weiteres wichtiges Themenfeld im EC-Vorschlag ist die Transparenz. So sollen Verlage verpflichtet werden, ihren Autoren regelmäßig Informationen über die mit ihren Werken erzielten Einkünfte zukommen zu lassen.
Neue Schrankenregelungen und Portabilität im Interesse der Allgemeinheit
Der EC-Vorschlag sieht zudem einige mit den Interessen der Autoren aus unserer Sicht recht gut abgewogene neue Arrangements und Schrankenregelungen des Urheberrechts vor, um beispielsweise die internationale Portabilität von digitalen Services (insbesondere Streaming-Diensten) und die Verfügbarkeit von vergriffenen Werken zu erhöhen.
ECSA diskutiert eine hohe Bandbreite aktueller Entwicklungen
Über den EC-Vorschlag hinaus hat sich die ECSA mit vielen aktuellen Entwicklungen des Musiknutzungsmarktes sowie politischen Perspektiven beschäftigt, etwa mit Themen wie TTIP und Creative Commons. Insgesamt zeigt sich, dass ein fruchtbarer Dialog mit der Europapolitik besteht und es gelingt, Überzeugungsarbeit in Sachen Autorenrechte zu leisten.
von Eva Bekker | Aug. 31, 2016 | Inhalte, Newsletter
Liebe Mitglieder,
einige von Euch waren dabei: Vom 24. Bis 28. August fand die SoundTrack_Cologne 13 statt. Dort wurden vielfältige Themen rund um die künstlerische, rechtliche und politische Situation der Filmmusik mit Experten aus vielen Ländern diskutiert. Auch unsere Vorstände John Groves und Anselm Kreuzer nahmen aktiv an verschiedenen Veranstaltungen teil.
John moderierte eine Master Class zur Schaffung des neuen Soundlogos der „Legendary Pictures“. Der Komponist, Frank Ilfman, führte die Zuhörer durch den gesamten Prozess – von der Produktion des ersten Layouts bis zur Mischung des Masters, das vom London Metropolitan Orchestra in den berühmten Abbey Road Studios in London eingespielt wurde. Eine einmalige Gelegenheit zu sehen, wie ein „High End“-Komponist arbeitet.
Anselm moderierte ein Panel über Status Quo und Zukunftsperspektiven der Nutzungsvergütung von Komponisten im Bereich Video on Demand. Mit dabei waren auch unser Mitglied Tina Pepper, Komponist Helmut Zerlett, GEMA-Aufsichtsrat und Defkom-Vorstand Micki Meuser, Produzent Alexander Keil (Producers at Work) sowie Martin Borowski vom Verband Deutscher Filmproduzenten. Zusammen mit den Produzenten wurde die Situation in einem offenen und konstruktiven Gespräch beleuchtet und bekräftigt, dass Filmkomponisten in der Situation ungewisser Nutzungsvergütungen angemessene Honorare für die Ausführung ihrer Aufträge bekommen müssen. Außerdem führte Anselm ein Podiumsgespräch mit dem US-Komponisten Jeff Russo über seine Arbeit an der Serie FARGO. Des weiteren war er zusammen mit Tina Pepper und der russischen Regisseurin Lika Alekseeva Juror des Peer Raben Music Awards und führte in einem Matchmaking viele Gespräche mit jungen Komponisten.
Und natürlich gab es wieder verschiedene Preisverleihungen. Filip Sijanec erhielt für „Fulfilament“ den Peer Raben Music Award. Eine lobende Erwähnung der Jury gab es für unser Mitglied Christoph Zirngibl („Refugee Blues“) und für Pablo Pico („Lilou“).
Der SEE THE SOUND-Preis für die Beste Musikdokumentation ging an „I Go Back Home – Jimmy Scott“ von Yoon-ha Chang, angestoßen und produziert von unserem Mitglied Ralf Kemper – wir haben über seine Arbeit im Mai berichtet.
Den neu geschaffenen SEE THE SOUND Preis für die Beste Deutsche Livemusik TV-Sendung erhielt zdf@bauhaus von 3SAT, produziert von der Kölner TVT.Media.
Den Ehrenpreis erhielt Cliff Martinez. Zitat: „SoundTrack_Cologne würdigt damit einen Komponisten, der sich vom Schlagzeuger der Red Hot Chili Peppers zu einem der bedeutendsten Filmkomponisten entwickelt hat, den Filmen von u.a. Steven Soderbergh und Nicolas Winding Refn erst den richtigen „Drive“ gibt und vielen Musikern eine große Inspiration ist.“
Die Laudatorin, Eleni Mitsiaki, Journalistin und Mitglied der International Film Music Critics Association sagte:
„His talent contribution to a diverse assortment of movies not only makes you experience a new and different quality, but also a film music future of electronic sonoscapes strongly bounded with classical acoustic environments that is an essential part of the narrative adding to the visual level of films. This is how Cliff Martinez is pushing the boundaries of film scoring and points towards to what film music could become.“
Wir gratulieren allen Gewinnern herzlich und freuen uns natürlich besonders für unsere ausgezeichneten Mitglieder!
Mit freundlichen Grüßen
Eure Eva Bekker