Bericht vom ECSA Vorstands-Meeting in Madrid

Liebe Mitglieder,

letzte Woche traf sich der ECSA-Vorstand in Madrid, dem „Geburtsort“ der ECSA im Jahr 2007, ein Jahr nachdem ein europäischer Komponisten-Kongress in Wien den Wunsch entwickelte, ein europäisches Bündnis der Komponisten-Verbände zu gründen.

Der ECSA-Vorstand betrachtete die aktuellen Entwicklungen bezgl. der vorgeschlagenen Copyright-Direktive im EU-Parlament und bewertete den ECSA-Arbeitsplan im Hinblick auf ECSA-Projekte wie z.B. den transatlantischen Dialog zu Musik mit langer Verwertungsdauer, Video-Games-Musik oder kulturelle Veranstaltungen wie „Grand Scores“.

ECSA Board and staff. Photo by: Luis Camacho/SGAE

In Madrid traf eine hochrangige ECSA-Delegation Repräsentanten verschiedener politischer Parteien und des Kultur-Komitees des spanischen Parlaments. Dieses Treffen diente dazu, die spanische Gesetzes-Initiative zum Status der Künstler und der vertraglichen Vergütung zu diskutieren. Außerdem traf die ECSA-Delegation den Generaldirektor des Instituto Nacional de Las Artes Escenicas Y de la Musica (INAEM), um Standpunkte zu ECSAs und INAEMs kulturellen Aktivitäten zur Förderung der Fertigkeiten und Leistungsfähigkeit der Musik-Kreativen in Bezug auf die digitale Umgebung auszutauschen.

Die Vorstandssitzung war zugleich die Gelegenheit, die Feier zum 10jährigen Bestehen der ECSA mit einem offiziellen Jubiläums-Akt in den Räumen der SGAE zu starten. SGAE-Präsident Jose Miguel Fernandez Sastron begrüßte die ECSA-Delegation sowie zahlreiche spanische Komponisten und Songwriter. ECSA-Präsident Alfons Karabuda und das spanische Vorstandsmitglied Luis Ivars erinnerten an die Highlights unter den Verdiensten der ECSA und gab einen Überblick zu den wichtigsten Zielen der ECSA. SGAE-Vizepräsident Javier Losada unterstrich noch einmal die Bedeutung der Beziehungen zwischen der spanischen Komponisten- und Songwriter-Community und ihren europäischen Kollegen.

Von links: Patrick Ager (ECSA), Guillermo Diaz (Ciudadanos), Ivan Garcia-Pelayo (FEMA), José Andres Torres Mora (PSOE), Maria José Garcia-Pelayo (PP), Rosana Pastor (Podemos), Alfons Karabuda (ECSA), Bernard Grimaldi (ECSA), Antonio Narejos (FAIC), Javier de Juan (AMA), Luis Ivars (Musimagen), Santiago Perez Lopez (PP), John Groves (ECSA). Photo by: ECSA

Das 10-Jahres Jubiläum soll mit allen ECSA-Mitgliedern in ganz Europa im Rahmen der Herbst-Meetings gefeiert werden, die vom 11. bis zum 13. Oktober in Wien stattfinden sollen. Neben der Vorstandssitzung und der Vollversammlung werden die Highlights ein Konzert im Porgy & Bess Music Club, ein Jubiläums­empfang sowie die achte Ausgabe des ECCO-Konzerts mit dem Wiener Konzert-Verein.

Darüber hinaus freut sich ECSA über ein neues Mitglied, die Belgian Screen Composers Guild, sowie über ein neues Fördermitglied, Israel Composers’ League.

Zwei EP-Ausschüsse übernehmen ihren Standpunkt in der Unterstützung der Urheber

Am 11. Juli 2017 haben die Aussschüsse CULT (Kultur und Bildung) und ITRE (Industrie, Forschung und Energie) ihren beratenden Standpunkt zur Copyright-Direktive übernommen. ECSA begrüßt diesen Standpunkt, insbesondere die explizite Stärkung der Ausschuss-Vorschläge bezgl. Online-Plattformen und die Transparenzverpflichtung verbunden mit dem Rechte-Rückfall-Mechanismus im ITRE-Standpunkt.

ECSA wird weiterhin befürwortende Anstrengungen unternehmen und den Fokus auf die verbleibenden Ausschussentscheidungen richten, die nach der Sommerpause anstehen. Die LIBE*-Ausschussentscheidung wird höchstwahrscheinlich ende September fallen, während die JURI**-Ausschussentscheidung für den 9. Oder 10. Oktober 2017geplant ist.

Mit freundlichen Grüßen

Euer Vorstand

*   LIBE – Ausschuss Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres

** JURI – Ausschuss Recht

 

 

 

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